Nachts hatte es in Chefchaouen ziemlich doll geregnet. Am Morgen hing der Himmel voller Wolken und ab und zu tröpfelte es etwas.
Alle Flüsse, die wir unterwegs sahen, führten viel Wasser. In den Bergen muss ordentlich Regen niedergegangen sein. Auf den Strassen gab es Pfützen und oft waren von den Berghängen Steine und Sand heruntergespült worden.Richtung Nordosten fuhren wir durchs Gebirge. Die Strecke machte Spaß. Leider war sie nicht trocken und durch den Sand mussten wir oft aufpassen.
Bei Tizgane kamen wir auf die Küstenstraße. Schön, das Mittelmeer wiederzusehen! Die gewaltige Küste des Atlantiks hat ihren ganz eigenen Charme. Die schroffen, zerklüfteten Felsen, die Brandung und zwischendurch tolle Strände sind toll! Leider nutzen die Marokkaner die Klippen auch, um ihren Müll hinunter zu werfen. An manchen Stellen sah es aus, als wären ganze LKW- Ladungen ausgekippt worden.


Hinter El Jebha ging es wieder ins Inland. Was für eine tolle Landschaft! Grüne Kiefernwälder wechselten sich mit roter Erde und grün bepflanzten Fäldern ab. Immer wieder tauchte in den Höhenlagen das Meer entfernt am Horizont auf. Die Hänge der Berge hatten verschiedenste Färbungen durch das Wolken- / Schattenspiel am Himmel. Wir hatten Glück, denn das Regengebiet zog hinter uns her. Aber wir waren schneller! 😂
Im letzten Drittel unseres Weges fiel plötzlich das Carpuride aus der Navihalterung. Wir wunderten uns! Die Halterung ist abgeschlossen! Es lies sich auch nicht wieder arretieren. Die Halterung war gebrochen! Zum Glück ist es nicht heruntergefallen!
Nach vier Stunden Fahrzeit erreichten wir trocken unser Hotel Radisson Blue in Al Hoceima. Wir bezogen unser riesiges Zimmer ( ca. 40 qm) mit Terrasse. Herrlich! 🥰
Auf unserem Weg zur Bar regnete es dann tatsächlich.


Dies ist unsere Tour:
www.relive.com/de/view/vDqgzero5V6


Am nächsten Morgen konnten wir uns Zeit lassen. Wir gingen spät frühstücken und liessen uns Zeit.
Nun zog auch noch ein Regengebiet über uns hinweg. Gegen 11:30 Uhr rafften wir uns auf und fuhren Richtung Nador. Auch hier waren die Strassen nass und der Regen hatte alles Mögliche auf die Strassen gespült. Wir hatten uns gegen die Küstenstrasse entschieden, da wir diese bereits im April gefahren waren. So fuhren wir Richtung Riffgebirge. Es hat sich auf jeden Fall geloht! Eine schöne Strecke mit toller Landschaft!

Bei unserer Fahrt durch einen der Kreisel in Nador wurden wir dann Zeuge, wie ein junger Mann auf einen LKW aufsprang und versuchte, sich dort festzuhalten. Das passiert in den Hafenstädten immer wieder. Die Menschen versuchen, sich nach Europa zu schmuggeln.

Dies ist unsere Tour:
www.relive.com/de/view/v36A93XJBZ6


Das Café Paris liegt gegenüber der Einfahrt zum Hafen. Wir waren im April schon hier. Das Essen ist gut, die Bedienung freundlich. Von hier brauchten wir auch nur über die Strasse zu gehen, um bei Balearia unsere Tickets zu holen. Unsere Fährzeiten waren 3x um 1 Stunde hin- und hergeschoben geschoben worden. Nun sollte es um 23:59 Uhr losgehen.
Die Zeit vertrieben wir uns im Café.
Gegen 19:00 Uhr sollte Einlass sein. Rechtzeitig stellten wir uns gegenüber dem Hafentor an. Mit uns standen mehrere belgische und französische LKW, beladen mit ATV und Wüstenbuggys, vor dem Hafen. Wir bekamen mit, dass die Behörden alle akribisch durchsuchten. Und sie wurden fündig. Der junge Mann, den sie fanden, wehrte sich heftig, wurde von den Beamten in einen Transporter getragen und weggefahren.
Endlich wurden wir hineingelassen. Als alle Formalitäten erledigt waren, mussten wir wieder warten. Außer uns waren noch einige Spanier und ein Franzose in der Warteschleife.
Gegen 23:00 Uhr durften wir auf die Fähre. Wir hatten uns eine 4er Kabine gebucht, damit wir besser schlafen können. In den Sesseln ging das im April nicht so gut. Die Rezeption hatte schnell eine Kabine für uns und die Kabine hatten wir für uns allein. Das war sehr komfortabel. Ein eigenes Badezimmer! Nach einigen Stunden Fahrt auf der Fähre mag man nicht mehr auf die öffentlichen Toiletten gehen! Dazu kommt, dass wir nicht mehr auf unsere Sachen aufpassen mussten. Das würden wir immer wieder machen.
Pünktlich um 7:00 legte die Fähre in Almeria an. Wir kamen zügig von der Fähre herunter und aus dem Hafen heraus. Über die Autobahn waren wir um 12:00 Uhr zuhause in Benissa.
So hatten wir Zeit, alles auszupacken, schon mal eine Waschmaschine anzustellen und einkaufen zu gehen.
Einige unserer Sachen sind leider auf der Strecke geblieben. Geralds Stiefel sind hin. Die Fußrasten haben die Sohle der Daytonas abgeraspelt. Außerdem ist der Schaltschutz am linken Stiefel hin. Also bestellten wir neue. Eine Reparatur lohnt nicht. Immerhin haben sie 10 Jahre und viele 1000 Kilometer gehalten.

Die Jacke von Halvarsson hatte unterwegs schon wieder Ärger gemacht. Wir haben bereits eine Hose und eine Jacke von Halvarsson zurückgegeben, weil wir nur Ärger mit den Protektoren hatten. Sie lösen sich und wandern im Anzug umher, weil sie keine Taschen haben. Unterwegs hatte sich nun das obere Klett des Rückenprotektors gelöst. Der Protektor hing quer in der Jacke. Wir haben ihn kurzerhand umgedreht, denn der untere Klett war noch intakt. Aber auch der gab kurze Zeit später nach. Das ist sehr ärgerlich. Die Membran der Jacke, die Belüftung etc. sind wirklich gut. Aber die Protektoren sind eine Pest! Die Jacke kostet über 600 Euro und dann DAS! Zuhause stellten wir dann fest, dass der gelöste Klettpunkt auch ein Teil des Rückenprotektors herausgerissen hat. Der Protektor ist an der Stelle bis in die Tiefe eingerissen! Schon vorher hatten wir Halvarsson mehrfach angeschrieben und die Probleme geschildert. Halvarsson antwortet nicht.
Auch der neue Open Road Anzug von Büse hat Defekte. Die Nähte des Innenfutters lösen sich auf. Die Magneten, die die Lüftungsklappen halten nicht gut. Die Klappen fallen immer wieder herunter. Die Klettverschlüsse lösen sich auf. Sie fangen doll an zu Fuseln. Gekauft wurde er im Juli. Leider liegt die Quittung in Deutschland und wir brauchen den Anzug hier.

Das Carpuride haben wir reklamiert. Die neue Halterung ist bereits zu uns unterwegs. Wir haben immer ein Ersatznavi mit. Außerdem navigieren wir über unserer iPhone 13 in einer Quadlockhalterung.
Die Navigation über das Carpuride 702 PRO läuft mit der MyRoute App sehr gut. Auf dem großen, bunten Display sieht man sehr gut. Damit sind wir zufrieden.

Auch das Sena 10C Evo macht mal wieder Streß. Mussten wir es im Oktober 2024 auf unserer Pyrenäentour neu kaufen, weil die Kamera den Geist aufgegeben hat, haben wir nun die Gummidichtung des SD Kartenslots verloren. Es scheint abgerissen zu sein, denn ein kleiner Teil davon steckt noch im Gerät. Das SENA ist wegen der Garantie bereits auf dem Weg nach Hamburg zu Louis. Wir sind gespannt, wann es wieder hier ist.
Die Bilder und Filme des Senas sind gut. Sie können gut weiterverarbeitet werden und haben genug Schärfe.
Unsere andere Kamera ist eine Insta360 X3. Die Rundumsicht ist klasse. Leider fehlt hier manchmal die Tiefenschärfe. Zudem dauert die Bearbeitung der Bilder und Filme lange. Die App ist etwas gewöhnungsbedürftig.

Vor ein paar Tagen erreichte uns eine Nachricht von Marc aus Taroudant. Marc und Annick betreiben das Riad Anma, in dem wir übernachtet hatten. Per WhatsApp schickte er uns den Film, den er von uns gemacht hatte. Viele Grüße an Euch beide an dieser Stelle! 🤗


UNSER FAZIT

Wir kommen wieder! Unterwegs haben wir Dinge entdeckt, die wir uns gerne ansehen möchten. Es gibt noch Pässe, die wir fahren möchten. Und es gibt ein paar Menschen, die wir wieder besuchen werden.
Unsere Ausrüstung war gut. Trotzdem hatten wir Klamotten mit, die wir nicht gebraucht haben. Da müssen wir nochmal neu planen.
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Unsere Reifenwahl für Marokko war gut. Es gab nur 2 „Nachteile“ der Reifen. Zum Einen sind sie lauter. Zwischen 75 und 85 Km/h ist es sehr laut. Zum Anderen sind die Steine, die hinten raus fliegen, deutlich größer. 😂😂😂
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Die Fähre von Tarifa nach Tanger hat uns sehr gut gefallen. Wir waren ausgeruhter, als auf der Hinfahrt Almeria/ Nador. Für die Rückfahrt ist Nador/ Almeria perfekt. Die Kabine würden wir immer wieder buchen. Am Wochenende würden wir keine Fähre mehr buchen. Sie sind viel zu voll!
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Die E-SIM von Holafly hat sich für uns bewährt. Sie funktioniert fast überall und hat ein unbegrenztes Datenvolumen. Die Installation und Bedienung ist sehr einfach. So konnten wir z.B. von unterwegs einfach unsere Hotel über Booking buchen. Wir hatten nur auf der Tour zu den Minen eine Wüstenebene, wo wir keinen Empfang hatten.
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Auf die Reservekanister werden wir in Zukunft verzichten. Das Tankstellennetz ist gut ausgebaut. Einzig die Pumpe zum Umpumpen werden wir weiter mitnehmen.
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Vorletztes Jahr hatten wir uns zwei Visakarten besorgt, mit denen wir kostenfrei Geld abheben können. Die haben sich sehr bewährt. Im April hatten wir einige Hotels und Tankstellen mit EC- Karte bezahlt. Natürlich hatten wir nicht daran gedacht, dass die Sparkasse Gebühren für Fremdwährungen nimmt. 🙈
Diesmal wollten viele Hotels und Tankstellen cash. Über die Visa konnten wir Geld zu einem guten Kurs abheben. Und die anfallenden Gebühren bei den marokkanischen Banken für die Abhebung sind minimal.
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Also, wir sind im Oktober/ November 2026 wieder in Marokko! 🇲🇦🥰

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