Unser Hotelwirt Mustapha und seine Familie haben sich wirklich sehr um uns gekümmert. Er hat uns auch einen Ausflug in die stillgelegten Minen von Aouli ans Herz gelegt. Wir hatten von diesem Lost- Place gelesen und eine Tour dorthin schon geplant.
Beim Frühstück liessen wir uns Zeit. Gegen 10:00 Uhr fuhren wir los. Der erste Teil der Strasse war Asphalt. Nach einigere Zeit bogen wir von der Hauptstrasse ab. Zuerst fehlte immer Mal ein Teil der Strasse an den Stellen, an denen der Fluß über die Strasse läuft. Die Landschaft veränderte sich. Die Felswände wurden schroffer und höher. So fanden wir uns sehr schnell in dem Canyon des Flusses Moulouya wieder. Ein zur Zeit kleiner Bach läuft neben dem Weg am Grunde des Canyon. Wenig später gab es keine Strasse mehr, nur einen Schotterweg. Die Umgebung war sehr unwirklich. Der Weg führte über eine Holzbrücke und mitten durch den Minenort. Links und rechts konnten wir die Gebäude sehen, in denen die Eingänge in den Berg führten. Bis in die 70er Jahre war dies die wichtigste Bleimine in Marokko. Seit den 1920ern wurde sie betrieben. Als die Bleipreise fielen, wurden die Minen geschlossen. Schätzungen gehen von bis zu 80 Gänge aus, die tief in das Atlasgebirge gegraben wurden. Gefunden wurden auch andere Mineralien, wie Azurit, Malachit, Galenit, Baryt, Coronadit und Fluorit. Menschen wohnen noch hier und suchen ihr Glück in den einsturzgefährdeten Stollen. In dem Ort kann man Fossilien und Mineralien kaufen.
Wir durchquerten das Dorf und fuhren an dem am Hang liegenden, leeren Dorf der Minenarbeiter vorbei. Es sieht sehr gespenstisch aus. Allen Häusern fehlen die Dächer. Die Moschee scheint das einzig intakte Gebäude zu sein.



Weiter den Berg hoch kamen wir schließlich aus der Schlucht heraus und hatten einen weiten Blick über eine weite Ebene. Weit und breit war nichts zu sehen, außer ein paar Eseln. Und ein LKW kam uns entgegen. Wir fragten uns, wo wir landen würden, wenn wir dem Weg weiter folgen. Das Navi konnte keine Auskunft geben. Die Strasse gab es auf dem Navi nicht. Google konnten wir nicht nutzen, weil wir keinen Empfang mehr hatten. Überraschender Weise erreichten wir nach vielen Kilometern ein kleines Dorf, mitten in der Pläne. Hier beschlossen wir, dass wir umkehren. Die Tankanzeige der Triple Black zeigt noch 2 Striche und wir hatten 4l Benzin in den Kanistern. Der Ausgang war ungewiss und zu riskant. Goole zeigt im Dorf tatsächlich eine Karte an. Der Weg auf dem wir uns befanden, war eine Sackgasse. So mussten wir den gesamten Weg zurückfahren.
Was für ein Erlebnis! Die Strecke lohnt sich absolut!
Zur Stärkung kehrten wir auf dem Rückweg noch in Midelt in dem Café ein, in dem wir im April bereits mit Tim und Wolfgang gesessen hatten.
Im Hotel erwartete uns schon gespannt Mustapha. Wir berichteten von unserem Abenteuer. Er sagte, er wäre gerne mitgefahren.
Dies ist unsere Tour:
www.relive.com/de/view/vWqBpgQ1pYO
Am Abend wurde es sehr stürmisch um unsere Kasbah. Die ganze Nacht rüttelte der Wind an den Fenstern. Heute Morgen sollen wohl 8 Windstärken gewesen sein. Die Kasbah liegt auf über 1500 Metern Höhe und auf einer Bergkuppe mit toller Aussicht. Hier pfeift der Wind.
Nach einem guten Frühstück und einem kurzen Plausch wurden wir mit Umarmung, Küsschen und allen guten Segenswünschen auf unseren Weg nach Fes geschickt.
Wir würden wieder in die Kasbah Izoran kommen!
Fes liegt deutlich tiefer, als wir die letzten Tage im Atlas unterwegs waren. Die Vegetation auf der Fahrt wurde der in Spanien immer ähnlicher. Auch der Herbst hält hier Einzug. In Irfrane passierten wir einen der königlichen Paläste. Hier war man damit beschäftigt, Laub zu fegen.
Um unser Hotel zu erreichen, mussten wir mitten in die Innenstadt von Fes. Auch hier mussten wir wieder höllisch aufpassen, bei dem Verkehr, der hier herrscht!
Unser Riad Palais Shazam & Spa liegt direkt an der Medina. Hinten hinaus hat es aber einen bewachten Parkplatz, so dass die Motorräder sicher stehen. Sehr gute Kombi! 👍
Die vordere Tür führt direkt in die Altstadt von Fes.


Dies ist unsere Tour:
www.relive.com/de/view/vevYzorEEJO