Unser Zimmer in Ait Ben Haddou war wirklich winzig. Das Essen im Hotel war auch nicht unser. Das Buffet am Abend war maximal lauwarm und die Suppe hatte Haut. Das Haus ist auf Durchlauf ausgelegt. Es gibt jeden Tag das Gleiche zu Essen. Aber nun freuten wir uns auf das nächste Hotel. Und natürlich noch viel mehr auf die Strecke dorthin!
Auch heute mussten wir in Orten besonders aufpassen. Alle laufen und fahren quer durcheinander und laufen auch auf die Strasse, ohne hinzusehen.


Bis zuletzt war nicht klar, ob wir eine der geplanten Strassen fahren können. Laut Maps war sie teilweise nicht asphaltiert und möglicher Weise nicht passierbar. Wir fuhren erstmal los. Umplanen konnten wir dann immer noch. So fuhren wir in nördlicher Richtung aus Ait Ben Haddou hinaus. Sofort begann die Höhe zuzunehmen. Die sehr kurvige Strecke führte auch kleine Orte, in denen z.T. kein Asphalt mehr vorhanden war. Der Weg schlängelte sich immer entlang des mächtigen Canyon, den der Fluß Asif Ounila seit Urzeiten ausgewaschen hatte.

Wir folgten der RP1506 immer weiter. Bei Anmiter wendet sich die Strasse vom Fluß ab und führte westwärts weiter. Nach einiger Zeit stießen wir auf N9. Die N9 führte und direkt zum Passgipfel des Tizi n‘ Tichka auf 2260 Meter. Es ist einer der bekanntesten Pässe des hohen Atlas. Sofort wurden wir von Händlern begrüßt. Der 1. zeigte uns sofort die Aufkleber vom Pass, die er verkauft 😂
Ein kurzer obligatorischer Fotostop war genug und dann ging es für uns weiter. Hier war es uns viel zu touristisch! 🙈


Später bogen wir auf die 2016 ab. Das war die Straße, von der wir nicht wussten, ob sie für uns befahrbar ist. Es stellte sich heraus, dass sie seht gut befahrbar ist und seehehr viel Spaß macht! Vielleicht war bei Google keine Straße zu sehen, weil sie mit Sand verwöhnt war. Das ist uns dort öfter unter die Räder gekommen. Weiter ging es für uns über die 2125 und die 3108. Die ganze Strecken fuhren wir in großen Höhen. Viele kleine Kurven und Straßen ohne Randsicherung. Sicherlich mussten wir etwas auf die großen Löcher aufpassen. Aber diese Route war ein absolutes Highlight! 👍👍
So gelangten wir direkt nach Demnate zu unserem nächsten Hotel.


Das Kasbah Ait Oumghar sah von außen richtig toll aus. Diesmal konnten wir auch im Hof parken.
Man zeigte uns das Zimmer. Zuerst waren wir – auch wegen der Größe- sehr begeistert. In Ait Ben Haddou hatten wir ca. 10 qm. Hier hatten wir das günstigste Zimmer gebucht. Es war eine Suite mit ca 30 qm und großem Balkon. Bei näherem Hinsehen sahen wir aber die Defizite. Überall war Schmutz, Steckdosen waren aus der Wand gerissen, etc. Schade…. Keine Ahnung, wo all die guten Bewertungen herkommen! Mehr Schein, als sein, aber es war nur für 1 Nacht. Das Essen war gut, das hat uns etwas getröstet.


Dies ist unsere Tour:
https://www.relive.com/de/view/vevYzopBGyO

Heute Morgen fuhren wir nun weiter nach Midelt. Auch heute waren wir wieder viele Höhenmeter ( 4500 Gesamthöhenmeter) unterwegs. Der Atlas hat unglaubliche Facetten. Es gab Kiefernwälder, karge Hochplateaus, die typische rote Erde, Felsen, Sand, Landwirtschaft, weite Täler, es ist wirklich von Allem etwas dabei. Wir mussten uns für hauptsächlich größere Strassen entscheiden, denn es gab keine wirklichen Alternativen. Also hatten wir auch mehr Verkehr. Nach knapp 400 Km und 6 Stunden Fahrzeit erreichten wir unser nächstes Hotel, die Kasbah Izoran in Midelt.
Es ist eine recht neu renovierte Kasbah, nach alter Bauweise errichtet, die sehr schön eingerichtet ist. Die Betreiberfamilie ist sehr nett. Hier bleiben wir für 2 Nächte.

Dies ist unsere Tour:
https://www.relive.com/de/view/vevYzopBGyO

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