Nach der Tour der Raiders am Samstag hatten beide BMWs ihre Inspektionsintervalle erreicht. Da wir noch einige Zeit hier sind, haben wir uns dazu entschlossen, Termine für die Inspektionen beim hiesigen BMW Händler zu machen.
So fuhren wir am Montag nach Gandia zu BMW Fersán. Mittwoch Morgen sollte die GS durchgesehen werden, Donnerstag Morgen kam die Adventure dran.
Pünktlich um 9:00 Uhr standen wir vor der Tür und wurden sofort bedient. Unsere sprachlichen Lücken liessen sich mit Händen, Füßen und natürlich einem Übersetzer im Handy gut kompensieren. Englisch spricht hier nur der Mechaniker und der ist meist in der Werkstatt.
Wir nutzten die Zeit für einen Abstecher in die Stadt Gandia. Dort gibt es einen Palast, dessen Geschichte bis in das 14. Jahrhundert zurück reicht. Einst war es Sitz der Könige von Aragon. Ab 1485 gehörte er der Familie Borja, als Sitz der königlichen Herzöge. Der Palast zeigt viele Baustile ( Gotik, Renaissance, Barock und Neogotik) und erzählt die aragonische Geschichte. Er wurde 1964 zur Stätte von kulturellem Interesse ernannt, weil es zum historischen Erbe Valencias zählt.
Aus der Familie Borja ist 1510 Francis Borja hervorgegangen. Er wurde nach dem Tod seiner Frau Priester der Gesellschaft Jesu und wurde 1670 heilig gesprochen.
1889 ersteigerten die Jesuiten das verfallene Haus und bauten es zum Sanktorium um. In einem Teil des Hauses installierten die Jesuiten eine öffentliche Schule, die bis heute betrieben wird. Noch heute leben in einem verborgenen Teil des Anwesens Mönche. 1995 wurde alles nochmals restauriert.
Der Palast liegt mitten in der Stadt. Wir parkten (kostenfrei) am Rand der Innenstadt und gingen den kurzen Rest zu Fuß. Schon von Weitem konnte man die Balkone des Palastes von der Brücke über den Rio Serapis sehen, die wir überqueren mussten.
Der Palast war schnell gefunden. 7 Euro p. P. mit Rentnerrabatt ist in Spanien schon sehr hochpreisig für ein Eintrittsgeld. Es gibt kostenfrei einen Audioguide auf Deutsch dazu.
So enterten wir den Palast und sahen uns alles an.

Circa eine Stunde lang liefen wir durch den Palast, lauschten dem Guide und sahen uns alles an.
Dieses Haus hat eine bewegte Geschichte und beherbergt viel Prunk und Gold. Die über Gandia hinaus bekannten bunten Keramiken an Wänden und auf den Böden sind herrlich und stammen z.T. aus dem 17. Jahrhundert.
Wir fanden es sehr interessant, aber preislich nicht angemessen. Teile der Alhambra in Granada gibt es ab 10 €. 😉
Wir schlenderten zurück zum Auto, fuhren zu BMW, machten aber noch einen kleinen Abstecher in den Chinaladen nebenan. Zwar sahen wir, dass die Triple Black schon zur Abholung bereit stand, aber wir wollten im Markt nebenan noch ein paar Kleinigkeiten besorgen. Das ist Amazon zum Anfassen! Leider weckt das Warenangebot auch immer Begehrlichkeiten. 😂😂
2,5 Stunden nach Abgabe konnten wir die GS abholen. Alles war fertig, sie war sogar geputzt. Die 10.000 Km- Inspektion hat uns nicht ganz 250 Euro gekostet. Dazu gab es sogar noch ein Reisehandtuch von BMW. 🙏

Heute Morgen begannen wir das Ganze von Vorne und brachten die Adventure zur Inspektion nach Gandia. Dazu sollten die Reifen auf ContiTrailAttack 3 gewechselt werden. Am Montag hatte der Mechaniker kurz nach der passenden Größe geschaut und diese bestellt.
Der Erstausrüsterreifen TKC 80 war seit der Rider Tour am Samstag einseitig komplett blank. Da er sich nicht gut fährt und weniger haftet, wurden vorne und hinten bei der Adventure neu bestückt. Der
CTA3 läuft seit dem letzten Reifenwechsel auch auf der Triple Black und fährt sich deutlich besser und sicherer.
Bei der Abgabe waren viele Kunden dort. Trotzdem waren die Formalitäten schnell abgewickelt und schon wurde die Adventure im Fahrstuhl nach unten in die Werkstatt gefahren.

Für heute hatten wir die Burg in Cullera auf dem Plan. Vor einger Zeit waren wir im MotoMoto Tapas.
Hier hatten wir die Burg entdeckt und sie auf unsere Bucketlist geschrieben.
Die Burg stammt aus der Kalifenzeit, aus dem 9. Jahrhundert und wurde von der Stadt Cordoba zur Überwachung errichtet. Sie beherrbergt das städtische Museum für Geschichte und Archäologie.
Nach 1/2 Stunde Fahrt von Gandia erreichten wir die Burg. Kostenlose Parkplätze mit toller Aussicht gibt es direkt vor dem Castell. Der Eintritt kostete uns insgesamt 6 Euro. Ein Audioguide ist per QR- Code gratis herunter zu laden. Wir sind damit nicht richtig klargekommen. Ein Handy hatte keine Internetverbindung im Castell. Beim anderen Handy hat der Download funktioniert. Der Text konnte aber nicht über den Lautsprecher ausgegeben werden. Niemand läuft mit dem Handy am Ohr durch das Gebäude. Erstrecht nicht, wenn er Fotos machen will. 😉
Also verliessen wir uns auf unsere Augen und Ohren. Einige Räume haben Videopresentationen. Leider sind die nur auf Spanisch. Eines hatte einen englischen Untertitel.
Der Rundgang ist recht kurz. Das Museum bietet nur wenige Exponate. Die Videos sind informativ. Insgesamt waren wir recht schnell durch konnten wenig Spektakuläres entdecken. Einzig die Aussicht zog uns immer wieder in den Bann.

Im Anschluss hätten wir gerne einen sonnigen Kaffee von der Gastronomie am Schloss auf der Terasse getrunken. Leider waren alle Stühle und Tische dort weggeschlossen und wir hatten keine Lust, unseren Kaffee im Stehen zu trinken. Also setzten wir uns in Auto und beschlossen, den Berg bis ganz nach oben hinauf zu fahren.
Auf der hinteren Seite des Berges führt die Strasse weiter den Berg hinauf. Wir hatten eine grandiose Aussicht! 👀

Hier gibt es ganz oben auch eine Wetterstation. Aber die Strasse war so schmal und der Randstreifen nicht existent, sodass wir keine Chance sahen, dort oben umzudrehen. Also liessen wir es sein und traten den Rückweg nach Gandia an.
Die Adventure stand bereits fertig in der Einfahrt. Frisch poliert glänzte sie uns an.
Wir bezahlten die Rechnung in Höhe von 585 Euro. Für eine 10.000 KM Inspektion und einen Satz Reifen! Da hätten wir bei Zitzewitz in Karlshof wohl doch mehr bezahlt! Auch heute schenkte uns der Verkäufer noch ein Reisehandtuch dazu.
Wahrscheinlich werden wir die nächsten Male versuchen, den Service in Spanien machen zu lassen. Gerade bei den großen Inspektionen scheint es sich doch zu lohnen……
Der Service, die Freundlichkeit bei diesem Händler sind einfach toll! Sie haben sich wirklich Mühe gegeben, waren freundlich und so einen zeitnahen Termin hätte es zuhause sicher nicht gegeben. Danke dafür! 🙏🥰

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