Schon länger fragten wir uns, was uns hier im Hinterland nach den Bränden im August erwarten würde. Gestern fuhren wir gegen 10:00 Uhr los, um es herauszufinden. Bei 23°C und wolkenlosem Himmel hatten wir bestes Motorradwetter. Natürlich fuhren wir erst in unser Lieblingstal, in dem auch Pla de Petracos mit den Höhlenmalereien liegt. Der Weg dahin war klasse. Wir genossen die vielen schöne Kurven. Die Zitrusbäume blühen wieder und an manchen Feldern steigt einem der Duft der Blüten in die Nase.
Wir durchquerten Lliber, wo wir das erste Video mit dem Sena 10C Evo aufnahmen.
Die Häuser, die nahe dran sind, werden nicht so richtig bildstabil wiedergegeben. Hier ist die GoPro vielleicht bessere Kandidat. Vergleichsfilme folgen in den nächsten Tagen. Der Akku des 10C EVO hält ca. 2 Stunden lang, wenn man immer wieder die Kamera in Anspruch nimmt. Besser ist es das SENA dauerhaft mit einer Powerbank zu versorgen.
Hinter Lliber ging es auf einer gut ausgebauten Strasse weiter. Wenig später ging es rechts ab, Richtung Vall d´Ebo. Die letzten Fotos, die wir letztes Jahr hier gemacht hatten, zeigten die Mandelbäume in voller Blüte. Was uns jetzt zu sehen bekamen, schockierte uns. Die meisten der Bäume waren verbrannt. Alles niedrige Grün, wie Gräser, Lavendel und Rosmarin, die letztes Jahr reich geblüht hatten, waren weg. Alles verbrannt! Übrig waren die kahlen, verbrannten Hänge, aus denen ein paar verkohlte Stumpen ragten. Viele Palmen und Pinien sind an ihren Spitzen aber schon wieder grün. Auch Krokusse sieht man aus dem schwarzen Boden sprießen und blühen.
Durch Vall d´Ebo ging es weiter nach Margarita, auf die Hochebene, von der aus wir den Felsenbogen La Foradada sehen konnten. Auch hier zeigten sich uns die kahlen, verbrannten Hänge. Es hing an einigen Stellen auch immer noch Brandgeruch in der Luft.


Über die Bergkette hinüber fuhren wir in das Tal der Kirschen, Val de Gallinera, wo wir auf einem Aussichtspunkt eine kleine Pause einlegten und die Aussicht genossen. Hier steht noch alles in sattem Grün, wie man auf dem Video gut sehen kann. Deutlich wird hier, dass die Kamera Zeit braucht, sich Lichtwechseln anzupassen.
Das Tal wurde von den Bränden verschont und kam uns vor, als wären wir plötzlich in einer anderen Welt. Richtung Pego fahrend hat man hier eine tolle Aussicht bis auf das Meer hinaus. Auch hier haben wir ein Video gemacht. Man darf sich von der Aussicht nur nicht ablenken lassen, denn die Strecke hat enge Kurven. Vorteil ist, wie im Film auch zu sehen ist, dass kaum Autos unterwegs sind.
Von Pego fuhren wir wieder über Vall d´Ebo zum Aussichtspunkt Mirador de Tarbena. Hier hatten wir einen unglaublich weiten Blick über die Berge. Danach ging es den Coll de Rates hinauf. Kurve an Kurve, gespickt mit ein paar Kehren, schraubt man sich den Berg hinauf. Auf der Rückseite war es dann merklich kühler, weil man hier immer im Schatten fährt.
Über Parcent führte unser Weg nach Benissa zurück zu unserem Haus. Insgesamt waren es 160 Km, die superschön und anstrengend waren.

Hier ist die Tour
https://www.relive.cc/view/vevYJJr84JO

Wir versuchen gerade, uns in die Videobearbeitung einzugewöhnen. Bisher haben wir nur Bilder für unseren Blog benutzt. Jetzt binden wir Videos ein. Wir müssen uns erst einmal hineinfuchsen. Dazu kommt, dass das Internet hier nicht gut ist. Das Hochladen des Hausrundganges z.B. hat 4,5h gedauert. 😉
Die Bilder gehen etwas schneller, es beansprucht aber manchmal unsere Geduld. 😂

Zu unserer Freude gab es heute einen netten Kaffeeplausch mit Birgit, unsere Vermieterin vom letzten Jahr, die uns besucht hat. ☕️ Noch einmal liebe Genesungsgrüße an Ihren Mann Peter, der leider nicht mitkommen konnte.

2 Gedanken zu „Erste kleine Eingewöhnungstour“

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