Schon auf der Herfahrt kamen wir an vielen Feldern mit voll behangenen Olivenbäumen vorbei gekommen. Aber heute wurde alles getoppt. Doch von Vorne…
Ca. 15 min waren wir auf der Küstenstrasse unterwegs, haben noch getankt, bevor wir ins Hinterland abbiegen konnten. Unglaublich viele Kurven erwarteten uns. Die gut ausgebauten Strassen führten durch riesige Täler und boten von den Bergen tolle Ausblicke mit unterschiedlichsten Vegetationen und Felsformationen. Auch hier konnte man die angelegten Reihen der Bäume sehen. Überall standen Olivenbäume! Wahnsinn, wie viele das sein müssen!
Vor Iznajar schraubten wir uns immer weiter die Berge hoch und erreichten schließlich über 1100m. Die Temperatur lag hier nur noch bei 10°C. Nach 100km kamen wir an unserem Ziel, dem Stausee bei Iznajar an. Hier hatten wir letztes Jahr auf der Rückreise von Portugal schon einmal einen kurzen Stopp gemacht. Natürlich ist auch dieser Stausee noch leerer, als letztes Jahr.



So ging es weiter, Kurve um Kurve, durch Täler, Berge rauf und wieder runter. Aus der Ferne konnten wir die Staumauer sehen. Hier abgebogen, da abgebogen…das war der Weg zur Staumauer. Neben der Staumauer gab es einen Hubschrauber Landeplatz. Natürlich wurde es sofort für eine Überfahrt genutzt…..Die Überquerung einer Flugzeuglandebahn hatten wir ja schon im vergangenem Jahr. 😉



Wir mussten einen Teil der Strecke zurückfahren, um wieder auf unsere ursprüngliche Route zu kommen.
Weiter, Kurve um Kurve, durch ein Meer von Olivenbäumen, ging es durch die Berge. Manchmal konnten wir einen entfernten Gipfel der Sierra Nevada sehen, dessen Spitze schneebedeckt ist.
Vor Loja fanden wir einen Platz, an dem wir anhalten konnten, um Fotos zu machen. In Deutschland hatten wir ein Set mit Linsen für das Handy gekauft und dies war das perfekte Motiv, es zu testen. Also wurde das Teleobjektiv ausgepackt und Fotos gemacht. Wir waren ziemlich begeistert. Das iPhone macht schon gute Bilder, aber das Objektiv holt Dinge nochmal gut heran.

Hier sieht man auch wunderbar die Anordnung der Olivenbäume. So haben wir es den ganzen Tag und überall gesehen.
Leider waren wir so begeistert von den Bildern, dass wir die Objektive gut verstaut haben, das Handy aber glatt vergessen haben. 😳
Drei Minuten nach Weiterfahrt fiel auf, dass der Bordcomputer des Motorrads keine Verbindung mehr zum Handy hatte. Sofort stoppten wir. Einige Minuten später hielt ein Spanier neben uns an. Wir dachten, er wolle nur fragen, ob alles ok ist, Das kennen und schätzen wir schon. Aber er zeigte uns das Handy! Er hatte es aus dem Strassengraben gefischt, nachdem er gesehen hatte, dass es heruntergefallen war.
Es lag hinten auf der Motorradsitzbank und in der 1. Kurve auf der Strasse ist es heruntergefallen und im Graben gelandet. 😱 Sogar das Geld war in der Hülle drin, als er es uns gab. Die Hülle hatte sich vom Handy gelöst und er hat alles wieder eingesammelt. DANKE SCHÖN! 🙏🙏🙏
Was für ein Glück! 🍀🍀🍀

Nach einem langen Moment der Besinnung und des Herunterkommen fuhren wir weiter. Schnell mussten wir uns wieder auf die Strassen konzentrieren, denn es gab weiter viele Kehren und Kurven zu fahren.
In Loja haben wir uns dann verfahren. So haben wir dann auch die schmalen, steilen Altstadtstrassen kennengelernt. Eine spanische Altstadt mit dem Navi zu durchfahren ist wirklich stressig. Wahrscheinlich lohnt sich hier auch ein Besuch der Altstadt mit seinem Castillo zu einer anderen Zeit.
So kamen wir nach einiger Zeit und vielen Höhenmetern auf die Küstenstrasse bei Torre del Mar zurück.
Das war ein erlebnisreicher Tag! Aber die Tour war Klasse! Wir hatten 300 Km feinste Kurven, super Wetter, bringen tolle Fotos mit und das Handy haben wir auch wieder! Besser geht kaum! 🥰
Dies ist unsere Tour:
https://www.relive.cc/view/vQvxz4AJAB6