Bereits am Sonntag hatten wir fast alles gepackt und uns reisefertig gemacht. Der Kühlschrank in der Casa Cosima musste durchsortiert werden, Dinge eingefroren werden. Natürlich hatten wir die ersten Einkäufe in Spanien auch mit dem Bauch gemacht… 😉
Das ein oder andere Teil, was noch mit sollte, hing noch auf der Leine, aber das meiste war schon in den Koffern.
So starteten wir am Montag Morgen ganz gemütlich. Für das erste Stück hatten wir uns die Autobahn ausgesucht, denn die Küstentrasse von Altea bis hinter Benidorm ist voller Baustellen und sowieso ständig voll.
Unser erstes Hotel haben wir in Mojacar gebucht. Wir waren letztes Jahr dort und der Strand hat uns sehr gut gefallen. So ging es in Alicante von der Autobahn herunter. Danach bekamen wir auf der Küstenstrasse sehr viel zu sehen. Vorbei an den rosa Salzlagunen und den Flamingos in La Marina, die uns sehr beeindruckt haben, weil das Gebiet sehr groß ist, ging es weiter über Torrevieja in das Landesinnere. In Pulpi 😂( uns kam sofort der kleine Tintenfisch in den Sinn) kamen wir wieder an die Küstenstrasse und genossen die Sonne und die schöne Aussicht. Mit einer kleinen Pause am Meer erreichten wir recht früh unser Hotel Servigroup Marina Playa.


Das Hotel hat uns gut gefallen. Zwar war es sehr laut in der Bar und im Speisesaal, weil gefühlt halb Dänemark im Hotel war, aber der Rest stimmte einfach. Die Strandlage ist toll. Wir hatten auch Blick vom Balkon unseres großen Zimmers auf das Meer. Das Essen war ok und der Preis war völlig in Ordnung. Jetzt, in der Nebensaison, war es auch einfach, einen kostenlosen Parkplatz am Hotel zu finden. Die Plätze des Hotels sind sonst nicht frei.
Heute morgen ging es nach einem guten Frühstück weiter. Die Landschaft war unglaublich abwechslungsreich. Zuerst begleitete uns noch das Meer, dass fuhren wir aber weiter ins Inland. Die landwirtschaftlich genutzten Täler sahen aus, als hätte jemand mit dem Lineal Pflanzreihen gezogen. Alles stand in Reih und Glied, ob Salat-, Mohnfelder oder Zitrusbäume. So erreichten wir das Faltengebirge und die Landschaft wurde karger. Die Strassen wurden deutlich kurviger und die Höhenzüge begannen. Ein Eindruck bekommt man auf der Anfahrt nach Canyajar.
Vorbei an Fort Bravo, zahlreichen Steinbrüchen, faszinierten uns immer wieder ausgetrocknete Flussläufe, die tiefe Schluchten in den Fels gegraben hatten. Hier ein paar Bilder aus Sorbas.



Unterwegs kamen wir an einem ziemlich leeren Stausee vorbei und machten dort noch eine etwas längere Pause. Die Wasserknappheit in Andalusien hinterlässt immer grössere Spuren.



In Richtung Motril ging unser Weg aus den Bergen wieder an die Küste.An der Küste wurde sofort deutlich wärmer. In den Bergen hatten wir z.T. 11°C, hier waren es wieder 18°C.




An der Steilküste kurz hinter Nerja gibt es ein Restaurant, das wir von einer unserer vorherigen Fahrt in Andalusien schon kannten. Es liegt sehr schön und die Aussicht ist fantastisch. Als wir es ansteuerten, mussten wir leider feststellen, dass es geschlossen hatte. 😕 (Restaurante El Mirador de Guilche)
Also beschlossen wir, bis zum Hotel weiter zu fahren.
Unser Hotel liegt mitten in Ricon de la Victoria. Da es an der Hauptstrasse liegt, haben wir es auch schnell gefunden. Das Rincon- Sol würden wir aber nicht nocheinmal buchen. Die kostenlose Parkplätze sind nur für Autos, und auch nur, wenn man die Schlüssel des Autos an der Rezeption abgibt.
Die Lage ist klasse, direkt am Strand. Aber das Zimmer ist mini und die Betten sind…… 🤔
Parkplatztechnisch haben wir heute richtig Glück gehabt. Unser Plan, die Motorräder um die Ecke vor eine geschlossenes und zugemauerte Disko zu stellen, ist der örtlichen Polizei etwas missfallen. Wir sassen beim Abendessen, als wir die Polizisten bemerkten, die um unsere Motorräder schlichen. Natürlich sind wir schnell hinaus gegangen und haben gefragt, ob es ein Problem mit den abgestellten Motorrädern gibt. Die Polizei erklärte, sie hätten uns abschleppen lassen,da das Privatgrund ist. Aber wir bekamen 20 min Zeit, wegzufahren. Der Kellner unseres Hotels bekam das mit und bot uns an, vor dem Hotel auf einem kleinen, schmalen Fleck zu parken. Gesagt getan. Mal schauen, wie wir morgen wieder herauskommen. 😉
Sehr schön war aber der Sonnenuntergang, den wir von der Bar aus geniessen konnten.


Unsere Tour findest Du hier:
https://www.relive.cc/view/vKv2YjwG3oq