Badajoz liegt ganz nah an der Portugiesischen Grenze. Natürlich mussten wir nochmal dort hin. Es hat uns immer sehr gefallen, dort Motorrad zu fahren. Zum Einen ist dort sehr wenig Verkehr, zum Anderen ist die Landschaft sehr ursprünglich und abwechslungsreich.
Auch heute Morgen hatten wir wieder Nebel. Also liessen wir uns Zeit. Wir haben schon Mal die nächsten beiden Hotels gebucht, denn am Freitag ziehen wir weiter.
Gegen 11 Uhr starteten wir. Nach ungefähr 10 min Nebelfahrt erreichten wir die Grenze. Aber es dauerte nicht mehr lange und wir bekamen wieder strahlenden Sonnenschein und bestes Wetter.
Die grobe Richtung war Portoalegre. Wir fuhren viele kleine Strassen durch Siedlungen, Weinfelder, Pinien, Eichen und auch mal durch Eukalyptuswälder, die man sehr gut riechen konnte.
Die ganze Gegend gehört zum Naturschutzpark Serra de S. Mamede, der von einem Bergmassiv dominiert wird und ca. 560 Quadratkilometer groß ist. Hier treffen die atlantischen Einflüsse auf mediterrane. Auch die portugiesische Seite der Extremadura ist sehr landwirtschaftlich geprägt. Manchmal gab es auch keinen Strassenbelag mehr und es ging auf Sand oder Schotter weiter. Dafür gab es immer wieder tolle Fernsichten.


Eines unserer Ziele wäre eine Ruine der Römerzeit Cidade Romana de Ammaia in Sao Salvador da Aramenha gewesen. Leider finden dort gerade Bauarbeiten statt und eine Besichtigung war leider nicht möglich.
Also fuhren wir weiter und erreichten bald unser nächstes Ziel. Zuerst sind wir vorbei gefahren, weil wir ihn nicht gesehen haben. So landeten wir auf einem Feldweg, auf dem wir wieder drehen mussten.
Der Menhir da Meada ist der älteste Monolith der Iberischen Halbinsel. Das genaue Alter ist unbekannt. Man geht davon aus, dass er aus der Zeit zwischen 5000 und 4000 vor Christus stammt. Er ist ca. 7,15m hoch steht genau auf der geologischen Grenze von Granit- zu Schiefergestein. Genau diese verschiedenen Untergründe sind es, die die Landschaft prägen. Sie entscheiden über Ackerbau oder Viehzucht. Bereits zu römischen Zeiten war er abgebrochen und wurde Ende des 20. Jahrhunderts wieder aufgestellt.



Schon von Weitem hatten wir unterwegs auf einem Berg eine riesige Festung sehen können. Nachdem wir den Monolith verlassen hatten und durch einen Wald fuhren, konnten wir rechte Hand wieder diese Festung sehen. Wenig später hatten wir Glück. Die Portugiesen hatten einen tollen Aussichtspunkt angelegt. Es gibt sogar eine Schaukel, auf der man lustige Selfies machen kann.





Allerdings war das nicht die Festung, die wir gesehen hatten. Es war das Castelo de Vide. Die, die wir gesehen hatten, liegt ein Stück weiter nach rechts. Der Ort heißt Mavao. Es gibt dort eine sehr große Festung mit kompletter Altstadt und Kirche. Sicherlich ist das ein Besuch wert. Leider hatten wir nicht mehr die Zeit, dorthin zu fahren.
Langsam machten wir uns auf den Rückweg nach Badajoz und genossen die Sonne, die tolle Landschaft und die schönen Kurven.
Dies ist unsere Tour:
https://www.relive.cc/view/vLqeeAZX8dq