Eigentlich wollten wir unsere Tour nach Braga bereits gestern gemacht haben. Da hatte uns aber das Wetter in Braga einen Strich durch die Rechnung gemacht. Heute ging es nun los.
Portugal ist hier oben im Norden küstennah recht stark besiedelt. Ein Ort folgt auf den anderen. Entsprechend langsam kamen wir voran.Für die knapp 50 Km nach Braga brauchten wir fast 1,5 h Fahrzeit.
Unser Weg führte in den Norden Bragas, wo sich das Heiligtum Bom Jesus befindet. Es handelt sich um eine Basilika, die auf einem 564m hohen Berg, dem Monte Espinho, steht und seit 2019 Unesco- Weltkulturerbe ist.
Die Basilika wurde von 1784 bis 1811 erbaut. Sie gilt als eine der schönsten Wallfahrtskirchen Portugals. Um sie herum wurden Gärten und ein See angelegt.
Bekannt ist die Basilika auch für Ihre Treppe, die immer wieder als Fotomotiv dient. Auch Orte, wie die künstlich geschaffene Grotte, die wir gesehen haben sind absolute Lieblingsmotive.
Schon von der Mitte der Stadt konnte man die Basilika in großer Höhe erspähen.
Hinauf ging es über einige Spitzkehren und steile Anstiege bis wir vor einem Schlagbaum zum Parkplatz standen. 1€ pro Motorrad kostete uns das Parken direkt neben der Basilika. So sparten wir uns das erklimmen von 581 Stufen.
Vom Areal um die Basilika hat man einen unglaublichen Ausblick. Man sieht nicht nur die Stadt Braga, man kann viel weiter sehen.
Wir liefen auf dem Gelände umher und sahen uns um. Die 1902 angelegte Grotte mit Stalagmiten und Stalaktiten ist ein echter Hingucker. Sie soll der Ruhe und `Melancholie´ dienen.

In den Gärten verstecken sich viele Pavillons, Statuen und andere Kunstwerke. Es gibt hier auch eine technische Errungenschaft. Statt die 116 Höhenmeter über die Treppe zu erklimmen, hat man die Möglichkeit, mit einer Wasserballast- Bahn auf Schienen den Berg hoch zu fahren. Diese Bahn läuft seit 1882 und es die älteste weltweit.

Natürlich ist die Kirche das Imposanteste. Der Vorplatz liefert einen tollen Blick in die Ferne und ist mit Statuen und Reliefen verziert. Von hier hat man auch einen tollen Blick auf die Treppen hinunter.

Auch das Innere der Basilika ist sehenswert. Sie ist relativ klein, aber allein der Altar ist sehr plastisch ausgestaltet.

Nach der Kultur kam der Fahrspass. Es ging ab in die Berge. Es reihte sich Kurve an Kurve und wir fuhren viele kleine Strassen durch kleine Dörfer, durch die es an einigen Brücken ab und zu auch nur einspurig ging. Bis auf 619 Meter schafften wir es hinauf. Plötzlich stand mitten in der Pläne ein riesiger Findling mit einer Marienstatue darauf.

Weiter fuhren wir durch viele Kurven. Hier sieht man, dass die Strassen noch breit und recht gut waren. Leider war die Strasse zwischendurch dann nicht mehr so gut. Dazu kam, dass es vorher geregnet hatte und einige Strassen noch nass waren. Auch lag noch Laub auf der Strasse. Wir hatten den Eindruck, dass es in dieser Region eh immer recht feucht ist, denn aus jeder Mauerritze wachsen hier Farne.
Leider hatte der Kurvenspass ein Ende, als wir wieder in dichter besiedelte Gegend kamen. Denn hier fingen die Dörfer wieder an, sich aneinander zu reihen. Zu allem Überfluss fing es dann noch an zu regnen und wir hatten einen Fahrschulauto an der Spitze der Kolonne von uns. 😉
Nun sind wir sicher und frisch geduscht wieder im Hotel und manchen uns bereits Gedanken über unsere nächste Etappe, die morgen startet. Es geht weiter Richtung Süden.

Das ist unsere Tour
https://www.relive.cc/view/v36A3GBwVZv

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