Gestern, am Mittwoch, war es so gut wie unmöglich, vor die Tür zu gehen. In der Nacht hatte angefangen zu schütten und es gab Sturm. Von unserem Zimmer aus konnten wir das aufgewühlte Meer sehen. Es war so laut, dass man sein eigenes Wort nicht mehr verstand. Trotzdem gingen wir kurz hinunter zum Strand. Wir mussten einfach raus!

Heute Morgen sah es deutlich freundlicher aus. Sogar die Sonne liess sich blicken. Für heute hatten wir eigentlich eine Tour ins Inland geplant, aber dort sollte das Wetter deutlich schlechter sein. Also verschoben wir die die Tour auf morgen und gingen nach dem Frühstück in die Stadt, um Povao Varzim zu erkunden.
Anziehungspunkt war für uns der Hafen. Der Ort war im 18. Jahrhundert Zentrum der Fischerei Portugals auf. Mitte des 19. Jahrhunderts kamen mondäne, wohlhabende Badegäste als Einkommensquelle dazu. Das ist bis heute so geblieben. Tourismus, Fischerei und das Casino sichern der Stadt ihr Einkommen.
Eines unserer Ziele war der Leuchtturm am Ende der Mole im Hafen. Also los!
Direkt vor unserem Hotel fanden wir am Strand einen toten Delfin am Strand. Er war schon etwas angeknabbert. Möglicherweise ist er auch dem Sturm zum Opfer gefallen…..
Das Wasser tobte immer noch. Als wir am Hafen auf die Mole gingen, konnten wir das Wasser auf der anderen Seite gegen die Hafenmauer donnern hören. Die Mauer war einige Meter hoch und wir hören, wie die Wellen auf der anderen Seite dagegen peitschten und sahen, wie die Gischt über die Mauer flog.
Der Leuchtturm steht auf einem Plateau. Wir sind nicht ganz hingegangen, weil wir Respekt vor dem Wasser hatten. Wir schauten uns das Spektakel eine ganze Zeit lang an und waren fasziniert von der Gewalt des Wassers.

Nach dem Fußmarsch hatten wir uns einen Kaffee verdient. Schon auf dem Hinweg war uns eine kleine Cantina direkt am Strand ins Auge gefallen. Dort gingen wir nun hin. Während wir bei unserem Kaffee saßen, füllte sich das Restaurant und die Leute kamen zum Mittagessen. Natürlich bekamen wir auch Hunger beim Zusehen. Wir entschieden uns für eine portugiesische Spezialität, ein Francesinha. Über setzt heißt das soviel wie `kleine Französin´.
Beim Francesinha handelt es sich um ein überbackenes Sandwich aus Toast, diversen Fleisch- und Wurstwaren, Käse, alles übergossen mit einer leckeren Bratensoße aus Bier und Tomaten. Müssen wir erwähnen, dass wir danach sooooo satt waren?!? 😂

Nach dem Essen suchten wir die Markthalle der Stadt auf. Leider war es schon spät für den Markt und es war gerade in der Fischhalle schon alles recht leer. Nach ein paar Fotos streiften wir weiter durch die Stadt, um noch ein paar Eindrücke zu sammeln und Fotos zu machen. Wir fanden mehrere Kirchen, darunter die Igresia Misericordia. 1544 gab es bereits eine Kapelle an diesem Ort.
Die andere Kirche, die 1757 eröffnet wurde, die Igreja Matriz, gehört ebenfalls zu den ältesten Gebäuden der Stadt.

Viele Interessante Dinge lagen auf unserem Weg. Hier sind noch ein paar Eindrücke von unserem Spaziergang.

2 Gedanken zu „Die Ruhe nach dem Sturm, 17.11.2022“

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