Nachdem wir gestern geflucht hatten, dass unser Hotel mitten in der Stadt liegt, kam es uns heute zugute. Die Mesquita ist auf der anderen Strassenseite. Geöffnet wird sie um 10:00 Uhr. Wir hatten gestern bereits Tickets und Audioguides gebucht, damit wir nicht anstehen müssen. Der Eintritt kostet
15 € pro Person, der Audioguide kostet je 3 €. Dazu kommen 6 € Servicegebühr.
Um kurz nach 9:00 Uhr waren wir bereits im Innenhof der Mesquita. Dieser ist mit seinen Orangenbäumen und Brunnen eine Oase in der Stadt. Das alte Bewässerungssystem fällt auch gleich ins Auge. Die Mesquida ist ein unglaubliches Bauwerk. Das Grundteil der Moschee ist im Jahre 800 eröffnet worden. Sie wurde sukzessive immer wieder durch die Kalifen erweitert. Seit 988 hat der Bau seine heutige Größe. 1236 wurde sie zur katholischen Kirche geweiht und viele Umbauten fanden statt.
Trotzdem haben viele Details aus der maurischen Zeit überlebt. Das Gotteshaus ist eine Symbiose aus Religionen. Ihre Pracht und Eindrücklichkeit ist unfassbar. Wir waren sehr beeindruckt von dem guten Erhaltungszustand und den vielen Eindrücken, die wir mitgenommen haben. Leider ist der Audioguide hier etwas irreführend. Es gibt an den markanten Punkten keine ausgewiesenen Nummern, die man eingibt, sondern man muss sie sich umständlich von einer Karte heraussuchen. Die Karte ist bei der schummerigen Beleuchtung zum Teil nicht gut zu erkennen.

Nach ca. 1,5 h standen wir wieder im Innenhof und entschieden, Richtung der alten Synagoge zu gehen, die hier im Judenviertel steht. Sie ist 1350 erbaut und die einzige, neben der in Toledo, die die Zerstörungen im Zuge der Christianisierung 1492 überstanden hat. Nach bewegter Geschichte und Restauration ist sie nun seit 1985 Museum und für jedermann kostenlos zugänglich.

Nach der Synagoge verliessen wir die Altstadt um die schönen Wasserspiele an der Stadtmauer anzusehen, die wir zufällig entdeckt hatten. Wir liefen ein ganzes Stück an der Mauer entlang, bevor wir wieder ins Innere der Altstadt gingen.

Wir waren gar nicht sicher, ob wir durch den schmalen Einlass wieder in die Altstadt kommen, denn auf den 1. Blick war gar kein Durchlass zu sehen. Nur ein kleiner Wegweiser, eine beschriftete kleine Kachel, wies uns den Weg. Es ging durch sehr schmale Gassen, in denen kaum 2 Leute aneinander vorbei passten.

Unsere nächste Station war das Stierkampfmuseum. Hier wurde für 4,50€ die Geschichte mehrere Toreros und des Stierkampfes erzählt. Es ist eine sehr kleine Ausstellung, die uns nicht so sehr gut gefallen hat. Wir sind aber eben auch keine Fans des Stierkampfes.
So liefen wir weiter durch die Stadt vorbei am schönen Brunnen an der Mesquita und erkundeten die römische Brücke, die über den Guadalquir. Schon die Römer haben den Fluss genutzt, Waren zu verschiffen. Die Mauren nutzen u.A. auch sein Wasser. Es gab damals bereits ein großes Wasserrad, dass das Bewässerungssystem der Stadt gespeist hat.
Weitere Errungenschaften und Forschungen werden im Museum Torre Calahorra beschrieben. Für 4,50 Eintritt inkl. Audioguide bekommt man einen Einblick in naturwissenschaftliche Errungenschaften ( z.B Medizin und Himmelsforschung) der Mauren. Außerdem wird über das Zusammenleben von allen Religionen bereits im 14. Jahrhundert berichtet. Diese Ausstellung hat uns sehr gut gefallen.

Zum Ausklang gab es ein Bier und leckere Snacks in einem spanischen Restaurant nahe unseres Hotels.

Ein schöner Tag mit tollem Wetter und vielen Eindrücken neigt sich dem Ende. Wir werden heute Nacht bestimmt gut schlafen! 😂
Morgen geht es weiter nach Granada.

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