Hier im Hotel haben wir deutlich besser geschlafen, denn es ist ruhiger, als das in Cordoba.
Das Frühstück hier ist gut, die Auswahl ist groß. Vieles wird frisch zubereitet.
Gut gestärkt zogen wir uns heute Morgen die Turnschuhe an und starteten einen Spaziergang durch die Stadt. Zwar hatte uns der Rezeptionist einen Stadtplan gegeben, aber wir liefen einfach der Nase nach. Wir wussten, dass in unserer Nähe die Kathedrale liegt.Die Strassen waren noch recht leer und es war noch kühl. Die, die uns entgegen kamen trugen zum Teil Mütze und Handschuhe. Aber es dauerte nicht lange, bis die Sonne heraus kam. Da hatten wir schon einen alten Palast entdeckt. In einem kleinen Seitengang fiel uns das Portal ins Auge. Natürlich haben wir es uns sofort angesehen. Teile des Gebäudes sind heute Museum und man bekommt eine Ahnung vom früheren Leben hier.

Weiter ging es über das alte Pflaster, das aus kleinen größeren Kieseln in verschiedensten Mustern zusammengesetzt ist. Auch Bilder oder Wappen, die aus Steinen gelegt wurden, haben wir gesehen.
Aber nicht weit entfernt gelangten wir zur Kathedrale. Ein Teil des Innenraums war für uns zugänglich, in der Hauptkirche fand gerade die Sonntagsmesse statt. Wir konnten die Musik hören. Selbst dieser kleine Teil der Kathedrale und Ihr Äußeres hat uns erschlagen. Die Dimensionen sind so enorm. Die Gassen sind schmal und wenn man die Kirchenwand hinaufsieht, nimmt sie kein Ende.
Das Innere ist voller Gold, Gemälde und Statuen. Auch die Außenwände tragen Verzierungen, Wappen und viele Symbole in Stein gemeisselt. Welch ein Reichtum!!

Nur einen Steinwurf entfernt zog es uns in ein von Außen sehr unscheinbares Gebäude. Aber der Innenhof war sehr schön. Es handelte sich um die Touristeninfo.

Hier begegnete uns wirklich an jeder Ecke Geschichte. Immer weiter gingen wir in die Altstadt. Die Gassen wurden immer enger. Zum Teil fuhren hier noch Autos. Wir mussten uns in Hauseingänge quetschen, damit sie passieren konnten. Irgendwann wurde es so schmal, dass keine Autos mehr fahren konnten. Diese schmalen Gänge gingen dann in verwinkelte Treppen über. Da es in der Nacht geregnet hatte, mussten wir höllisch aufpassen, auf den Steinen nicht auszurutschen.

Nach einigen Treppen und Höhenmetern lichteten sich die Häuser und wir standen vor dem Fluss Genil, der vor der Alhambra fliesst. Dahinter erhob sich die Alhambra auf dem Berg.

Dort oben sind wir morgen früh zu einer Führung verabredet und wir wollten schon mal sehen, wo der Treffpunkt ist. Also nahmen wir den Aufstieg zur Alhambra in Angriff. Viieeeele Stufen und Steigungen auf den feuchten Steinen später hatten wir es geschafft, wir standen vor dem Treffpunkt. Ok. Morgen machen wir das Ganze nochmal….. 😅😅😅

Aber nun fanden wir heraus, dass es eine Strasse gibt, die hierher führt. Der Weg ist zwar etwas länger, weil er in Serpentinen hier hoch führt, aber die Steigung ist moderater. Außerdem ist es nicht so rutschig.
Hier begenete uns auch der alte Justizpalast, wo wir noch ein paar Fotos machten.

Wie gesagt, überall in der Stadt begneten uns unzählige Statuen, Brunnen, Denkmäler, Wappen, Inschriften,… die die Geschichte der Stadt erzählen.
Sightseeing macht Hunger. Darum suchten wir uns eine kleine Bodega in der Nähe unseres Hotels und liessen uns verwöhnen. Das spanische Essen ist wirklich lecker. Wir lieben es! Es gab Tintenfisch fritiert und selbstgemachte Kroketten aus Kabeljau, Schinken und Lachs. Das Bier durfte natürlich nicht fehlen. 😉

Vor der Tür unseres Hotels trafen wir Dieter nochmal. Er hatte uns ja gestern bei unserer Anreise auf unser Kennzeichen angesprochen. Ein „kleiner“, netter Plausch von zwei Stunden kam dabei heraus. Seine Tochter hat einen Stand auf dem Weihnachtsmarkt vor unserer Tür und er leistet ihr etwas Gesellschaft.
Wir sind sehr gespannt, was uns morgen in der Alhambra erwartet. Wahrscheinlich werden wir völlig fasziniert und überfordert von den vielen Eindrücken sein!

Ein Gedanke zu „Stadtbummel Gránada“

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