Bereits letztes Jahr hatten wir zufällig eine riesige Festung auf einem Berg bei Xativa entdeckt. Wir hatten eine Tour gemacht und waren am Fuße des Berges gelandet, auf dem die Festung steht. Es war eine spezielle Tour, denn Gerald dachte an diesem Tag, er hätte sein Portemonnaie verloren. Die Geschichte dazu findest Du hier: Was für ein Tag…. 😅
Danach war das Wetter letzten Winter so schlecht, dass wir nur noch eine Tour fahren konnten, bevor wir nach Hause mussten.
In der letzten Woche war das Wetter so gut, dass wir einfach die Sonne genossen und gebadet haben. Nun beschlossen wir, zur Burg nach Xativa fahren und sie uns anzusehen. Also wurden die kurze Hose und Flip Flops in die Motorradkoffer verstaut und los ging es. Für den Weg dort hin wählten wir die Autobahn. Das hatte zwei Gründe. Der eine war die Entfernung, denn die kürzeste Strecke dauert schon über eine Stunde. Zum Anderen gehen nur 10% der limitierten Tagestickets in den Verkauf vor Ort. Leider haben wir uns nicht erlesen können, wie der Onlineverkauf funktioniert. Also mussten wir möglichst kurz nach Öffnung der Kasse vor Ort sein.
Die Autobahn war recht leer und wir kamen schnell voran. Im Ort Xativa hatten wir das Problem, dass einige Strassen wegen eines Volksfestes gesperrt waren, die das Navi uns ansagte. Eine Beschilderung zur Festung haben wir nicht gesehen. Ausgeschilderte Umleitungen gab es nicht.
Unser Weg führte durch so schmale Gassen und Steigungen, in denen wir mit unserem Auto stecken geblieben wären. So gelangten wir schließlich doch noch auf die Strasse auf den Berg hinauf, auf dem die Festung liegt. An der Strasse steht ein Durchfahrt- Verboten- Schild. Dies gilt aber nur Sonntags oder bei Festivitäten. Kurz vor der Festung, die auf 389m Höhe liegt, gibt es einen kostenlosen (!) Parkplatz, der sogar explizit Motorradparkplätze ausweist. Wir stellten die Motorräder ab und zogen uns um.
Wir kauften unsere Tickets und bekamen noch Renterrabatt. Sie kosteten je statt 6€ nur noch 4€. Diese Eintrittspreise würden wir uns auch für Deutschland wünschen!
Die Burg besteht aus zwei Teilen, dem Castillo Menor und dem Castillo Mayor. Viele Kulturen haben hier mitgewirkt. Der erste Teil geht auf die Iberer und die Römer zurück. Der andere Teil entstand im Mittelalter und auch hier hatten die Mauren einen großen Anteil.
Diese Anlage ist riesig und sehr sehenswert! Die Aussicht ist phantastisch!
Natürlich haben wir begeistert viele Bilder gemacht, aber dieser Film zeigt es viel besser:
Aber wir wollen Euch unsere Bilder auch nicht vorenthalten. 😉




Nach einer Stärkung im Bistro des Castells zogen wir uns wieder um und verliessen Xativa.
Da wir für den Hinweg die Autobahn geputzt hatten, wurde es nun Zeit für ein paar Kurven.
Auf einer unserer vorherigen Touren haben wir in der Ferne einen Stausee sehen können. Den schauten wir uns nun noch einmal etwas genauer an. Es handelt sich um den Stausee Embassament de Bellús. Wie überall fehlt auch hier ganz viel Wasser. Es gab wieder viele kleine Strassen zu erkunden, die wir noch nicht kannten. Man merkt, dass es Frühling ist. Überall fängt es bunt an zu blühen. Die Zitrusblüten duften und die Schmetterlinge sind unterwegs.Schließlich landeten wir wieder am Port de Tudors, wo wir bei sonniger Fernsicht noch eine kleine Pause machten.
Gegen 17:00 Uhr erreichten wir nach kurvenreicher Fahrt unser Haus in Benissa.


Dies ist unsere Tour: https://www.relive.cc/view/veqzXrGJABO