Das gestrige Ziel liegt schon in einiger Entfernung von Benissa aus. Die Wallfahrtskirche Santa María Magdalena und die daneben liegende Burgruine in Novelda waren unser Ziel.
Bei einer Recherche im Netz waren wir -wegen ihres besonderen Aussehens- über diese Kirche gestolpert. Novelda liegt 140 Km von Benissa entfernt im Hinterland der Costa Blanca. Natürlich sind wir den Weg dorthin über Land und nicht über die Autobahn gefahren. Allerdings waren es, trotz strahlendem Sonnenschein, nur 13° C, als wir morgens starteten. Belohnt wurden wir mit so vielen verschiedenen Landschaften. Von unserer Küstenlandschaft mit Palmen, über gerade blühende, duftende Zitrusbaumfelder, Pinienwälder, Felshänge, Sandkiste bis hin zu steppenähnlichen Arealen wurde uns viel geboten. Natürlich hatten wir eine kurvenreiche Strecke ins Navi eingegeben. 😉
Nach etwa zwei Stunden Fahrt an der Festung angekommen, waren schon einige Autos auf dem Parkplatz. Aber wir finden ja immer ein Eckchen zum Parken. 😂
Nach kurzem Fussmarsch erreichte wir das Plateau, auf dem die Kirche steht. Viele Spanier genossen hier in der Anlage ihren freien Tag. Sie kamen mit der ganzen Familie, Campingstühlen und Verpflegung, um es sich hier gutgehen zu lassen. Es gibt auch ein Restaurant auf dem Komplex.
Der Eintritt in die Kirche und die Festung ist frei, der Parkplatz auch.
Der Bau der Kirche hat lange gedauert, weil er unterbrochen wurde. Er wurde bereits 1918 gestartet, konnte aber erst 1945 vollendet werden. Der Baumeister José Sala Sala war ein Ortsansässiger. Er liess viel Materialien aus der Gegend verwenden. Der Mamor, die Fliesen, Ziegelsteine und das Flussgeröll, was hier verwendet wurde, kommt aus Novelda und der näheren Umgebung.
Zudem studierte er Antoni Gaudis und der Bau entstand in Anlehnung an die Familie Sagrada. Das Äußere ist – nicht nur durch die Fliesenbilder- schon sehr ungewöhnlich für eine Kirche, aber wir finden es sehr schön! Im Inneren empfanden wir die Kirche als recht schlicht. An den Wänden hängen großflächige Gemälde. Aber die Orgel ist ein echter Hingucker. Sie besteht komplett aus lokalem Mamor. Das ist weltweit einzigartig. Sie ist allerdings noch nicht fertig, denn das Projekt liegt zur Zeit wegen Geldmangels brach. Eine Kooperation aus örtlichen Mamorunternehmen begann 1990 mit dem Bau der Orgel. Bei Fertigstellung soll das Instrument dann irgendwann insgesamt elf Meter hoch, sechs Meter breit und 40 Tonnen schwer sein. Aber das, was schon steht, ist absolut sehens- und hörenswert!

Nachdem wir die Kirche erforscht haben, gingen wir hinter der Kirche eine Rampe hinauf, um zur Festung De la Mola zu gelangen. Diese ist islamischen Ursprungs und geht auf das Ende des 12. Jahrhunderts zurück. Der heute noch stehende, dreieckige Turm stammt aus dem 14. Jahrhundert und einzigartig im Festungsbau.
Leider ist hier nicht mehr viel übrig von den Gebäuden, aber durch Ausgrabungen konnten Grafiken angefertigt werden, die dem Besucher das Leben in dieser Festung erklären.

Da das Restaurant voll belegt war, machten wir auf dem Parkplatz eine kleine Pause und fuhren dann zurück Richtung Heimat. Auf der Fahrt passierten wir auch den Blütenteppich, der auf dem Bild zu sehen ist. Er leuchtete schon von Weitem. 🌸🌸🌸
Eines unserer Highlights auf der Rücktour war die Fahrt über den Port de la Carrasqueta. Eine gut befahrbare, kurvenreiche Strasse, die uns auf 1027m Höhe führte. Es gibt auch einen Aussichtspunkt auf der Höhe des Berges. Wir hielten kurz vorher an und genossen den Ausblick.
Hier konnten wir 20 Km aus dem Hinterland bis zum Meer bei Alicante sehen.
Auf dieser Strasse trifft man sehr viele Motorradfahrer. Leider sind hier wohl auch schon viele uns Leben gekommen. Das wurde uns klar, als wir die vielen Gedenktafeln an den großen Randsteinen sehen.

Weiter geht es Richtung Benissa…. Aber einen Zwischenstopp hatten wir noch auf dem Zettel. Auf der Hinfahrt ist uns ein kleiner Platz neben der Strasse nahe dem Dorf Famorca aufgefallen. Es sah aus, als gäbe es dort einen Eingang in einer Felswand. Tatsächlich fanden wir es auf Anhieb wieder. Wir fuhren links ab und landeten vor einer kleinen Brücke. Hier ging es nur zu Fuß weiter. Als wir näher heran kamen, sahen wir, dass es sich nicht um einen Eingang handelt. Es ist eine Quelle, die aus dem Fels sprudelt. Der Ort hat hier einen idyllischen, kleinen Rastplatz eingerichtet. Trotz der Nähe zur Strasse ist es hier sehr ruhig.

Von hier war es nicht mehr weit nach Hause. Nach knapp 300 Km und 5:20 Fahrzeit erreichten wir wieder die Casa Cosima. Was für ein schöner Tag! Wir sind wieder tolle Strecken gefahren und haben wieder etwas dazugelernt. 🥰
Das ist unsere Tour
www.relive.cc/view/vE6JX3pAMgv
Nun wünschen wir allen ein schönes Osterfest! Macht es Euch schön und geniesst die Zeit! 🐰🐣🥚

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