Auch das gestrige Ziel lag weiter entfernt. So weit, dass wir entgegen unserer Gewohnheiten diesmal die Autobahn nutzten. Bis Höhe Picassent, kurz vor Valencia, fuhren wir in recht dichtem Osterverkehr. Viele Spanier nutzen auch hier das verlängerte Wochenende für Zeit und Ausflüge mit der Familie. Das war deutlich zu spüren. Jedoch ist der Verkehr überhaupt kein Vergleich zu dem in Deutschland!
Dann ging es wieder ins Landesinnere nach Montroy. Die Landschaft hier ist unglaublich! Anfangs führten die Strassen durch Zitrusplantagen. Die Bäume sind über und über weiss vor Blüten! Die Sonne strahlte vom wolkenlosen Himmel und wir genossen den Duft der blühenden Zitrusbäume. Dann führte uns die Strasse auf eine Hochebene. Links und rechts gab es keinen Bewuchs mehr. Eine unglaubliche Aussicht hatte uns in ihren Bann gebracht. Danach gab es eine sehr steile Abfahrt zum Ort Dos Auguas. Wie so oft, änderte sich die Landschaft schlagartig. Weiter ging es in Richtung Millares. Hinter Millares ging es immer steiler Bergauf. Die Schlucht auf unserer linken Seite wurde immer tiefer.
Die Strassen hatten keine Leitplanken oder Randsteine mehr. Kopfkino also ausschalten 😉




Von den Plateaus hatten wir immer wieder tolle Rundumsichten. Mit ansteigender Höhe verschwanden die Bäume und es gab nur noch kleine Büsche. Ginster, Rosmarin, Lavendel und anderes niedriges Buschwerk auf kargen Felsböden. Die Strassen waren toll zu fahren. Die Kurven waren entspannt zu fahren, sie schlängelten sich durch die Landschaft. Irgendwann ging es wieder bergauf und wir bekamen auch wieder ein paar Kehren mit ziemlichen Steigungen unter die Reifen.
Auf etwas über 560m Höhe erreichten wir ein weiters Plateau. Die Aussicht war unglaublich!



Über Tous ging es zu unserem Ziel, den Stausee Presa de Tous. Der Spot war wenig besucht und es gab genug Parkplätze. Wir fuhren einen Hang hinunter und konnten auf den Stausee schauen! Eine unglaubliche Aussicht und Farbe! Nach einer Ausgiebigen Pause und vielen Fotos plus einer Stärkung ging es weiter.



So fuhren wir die Serpentinen wieder hinunter nach Tous. Dabei kreuzte ein Steinbock unsere Fahrbahn. Ein sehr seltener Anblick. Für die Rücktour nutzten wir wieder die Autobahn um dann doch wieder zeitiger anzukommen. Nach insgesamt fast 5,5h reiner Fahrzeit und 350 KM landeten wir glücklich wieder zuhause. Ein Bad im Pool war eine gute Abkühlung zum Abschluss. Das waren sehr schöne Eindrücke, die wir an diesem Tag mitgenommen haben!
Allerdings hatten wir am Abend noch ein sehr einprägsames Erlebnis. Wir saßen im Wohnzimmer und ließen den Tag Revue passieren, als der Fußboden sich plötzlich bewegte. Wir wussten gar nicht, was passiert war. Wir liefen eine Runde um das Haus, aber alles war, wie immer.
Wie sich im Nachhinein herausstellt, hatten wir ein Erdbeben! Mit der Stärke 1,9 auf der Richterskala hat die Erde gebebt. Komische Gefühl….. 🤔


Dies ist unsere Tour
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