Auf unserer Rückfahrt vom Stausee Bosquet de Moixent war uns die Burg in Biar aufgefallen. Nachdem wir zuhause im Netz nachgelesen hatten, wurde sie auf unsere To-Do-Liste gesetzt. Nun war es soweit.
Es war etwas frisch mit 13°C, aber das sollte sich im Laufe des Tages ändern. Wir starteten Richtung Parcent, um dann nach Castell de Castells zu fahren. Aufgrund des bedeckten Himmels war der Duft der Zitrusbäume auf der Strecke nicht so intensiv, als wenn die Sonne darauf scheint. Scheinbar werden es von Tag zum Tag mehr Blüten und frisches Grün am Wegesrand. Hier ist der Frühling in vollem Gange und jeden Tag entdecken wir neue Blüten und Farben.
Im großen Bogen und durch viele Kurven ging es über Tollos und Alcoy nach Biar. Das Castell liegt auf einem 750m hohen Berg Mitten im Herzen der Altstadt. Das heißt, wir mussten durch sehr schmale und alte Strassen fahren. Die Häuser sind zum Teil unglaublich alt, aber wohl noch bewohnt.
Am Fuße der Burg hielten wir auf einem Parkplatz. Von hier ging es nur zu Fuß weiter. Zum Eingang der Burg war es nicht weit. Man betritt eine andere Welt. Das Castell stammt aus dem 12. Jahrhundert und wurde von den Arabern erbaut. Bereits 1931 wurde sie zum Nationaldenkmal ernannt. Das Besondere an diesem Castell ist ein sehr gut erhaltenes traditionelles almohadisches Rippengewölbe einem restaurierten, almohadischen Turm. Dieses Gewölbe ist einzigartig in der spanischen Militärarchitektur. Natürlich sahen wir uns diesen 19m hohen Turm an. Es kostet 1€ pro Person Eintritt. Im Erdgeschoss befindet sich die Information und die Kasse. Die Treppe hat sehr ungewöhnliche Maße. Der Gang ist so schmal, dass keine 2 Personen aneinander vorbei passen. Die Stufen sind jeweils ca. 50cm hoch. Zum Glück gibt es ein Geländer. 😉
Im ersten Stock befinden sich Fotos von Ausgrabungen und Restaurierung der Burg. Hier befindet sich auch die Decke mit dem Gewölbe.
Ein Stockwerk darüber fanden wir einen Raum, in dem alte Möbel und das Wappen ausgestellt sind.
Noch eine Etage höher gelangt man auf das Dach, von dem man eine tolle Aussicht über den Ort und weit darüber hinaus hat. Von hier kann man genau sehen, was Altstadt ist und welche Gebäude neueren Datum sind.









Leider sind sämtliche Informationstafeln auf dem Gelände nicht mehr lesbar. Somit muss der Besucher sich im Netz die Informationen selber besorgen.
Nach der Besichtigung sattelten wir wieder auf und verworrene, schmale Wege führten uns wieder aus der Altstadt heraus. Mittlerweile hatten wir über 20°C im Schatten und strahlenden Sonnenschein.
Unser nächstes Ziel lag ziemlich in der Nähe. Etwas außerhalb von Onil liegt die Casa Tápena. Das ist ein 8 Hektar großes Naturrefugium, in dem viele (Obst-) Baum- und Pflanzenarten präsentiert werden, die man typischer Weise in der Provinz Alicante findet. Es gibt einen Gemüsegarten, ein Gewächshaus, Brunnen, einen Spielplatz, einen Grillplatz, Sanitäranlagen und Ausstellungen über die Natur. Auch einen Teich- und Feuchtgebiet gibt es hier.
Wir wollten das Labyrinth aus Pinienhecke sehen, das auch zum Gelände gehört. Schon am Eingang empfängt uns ein schönes Wasserspiel. Lilien und Büsche blühen überall. Es ist eine kleine Oase, ein wirklich schöner Ort.




Nach einer halben Stunde machten wir uns wieder auf den Weg. Über Ibi und den Port de Confrides genossen wir die abwechslungsreiche Strecke. Unterwegs mussten wir anhalten, um ein paar Eindrücke festzuhalten.



Unsere letztes Station des Tages war Guadalest. Als wir mit Samira und Mareike in der Festung waren, hatten wir in einem Laden eine Figur von Don Quichote gesehen. Wir konnten uns zu dem Zeitpunkt nicht entscheiden, sie zu kaufen. Das haben wir nun gestern nachgeholt. Dazu musste es nun doch noch die passende Salatschüssel zu dem vorher gekauften Salatbesteck aus Mangoholz sein.
Ingesamt waren wir fast 5 Stunden auf dem Motorrad, sind 226 Km gefahren und hatten einen tollen Tag mit viel Kultur!
Dies ist unsere Tour
www.relive.cc/view/vPv4AKwyB3O

Hallo ihr Zwei,
immer wieder beeindrucken uns eure Berichte und eure Fotos. Der Wunsch, die tollen Strecken und Orte selbst anzufahren, wird dadurch immer größer und zu einem festen Ziel in der nächsten „Spaniensaison“.
Euch weiterhin viel Spaß
Rika und Ralf