Nachdem Wolfgang, Jan-Friedrich und wir uns am Montag von den anderen verabschiedet hatten, war unser nächste Ziel das Hotel Alter Wirt in Weyarn. Am nächsten Morgen ging es weiter in die Dolomiten. Schon die Anfahrt liess uns erahnen, was uns die nächste Woche erwarten würde. Die Bergkulisse mit Schneefeldern und Wasserfällen war einfach schön. Die Strassen waren super zu fahren und boten schon einige Kehren. Am Nachmittag kamen wir in Arabba in unserem Hotel Olympia an. Die Zimmer waren ok, hatten sogar einen Balkon. Parken ist vor dem Haus möglich, es gibt aber auch eine Garage für Motorräder.
Arabba liegt perfekt, um viele Pässe schnell zu erreichen. In jede Richtung findet man perfekte Motorradstrecken. Dazu kam, dass wir wettertechnisch sehr viel Glück hatten. Vor Anreise war für den gesamten Bereich der Dolomiten nur Gewitter und Regen angesagt. Als wir dort waren, war es warm, sonnig und hat es nur nachts geregnet! 😇
Unsere erste Tour hatte als Ziel die drei Zinnen. Von Arabba aus fuhren wir über Falzarego und
Cortina d´Ampezzo in die Strasse, die zum Aussichtspunkt auf die drei Zinnen führt. Wir fanden kleine, schmale Strassen, die sich den Berg hinaufschrauben.

Allerdings drehten wir wieder um, als vor uns plötzlich eine Schranke den Weg versperrt und wir für das kurze Stück 20€ pro Motorrad zahlen sollten. Das wollten wir nicht.
Statt dessen fanden wir etwas weiter die Strasse entlang ein Infozentrum, von dem aus wir auch einen wolkenverhangenen Blick auf die Zinnen hatten.

Nach einer nötigen Mittagspause fuhren wir weiter und bekamen im Gadertal nahe Rina Wegschnellen sogar noch einen kleinen Teil mit Schotterstrasse unter die Räder.
Die Eindrücke sind phänomenal. Man weiss gar nicht, wo mal zuerst hinschauen soll. Das Spiel von Sonne und Wolken verändert ständig die Farben der Umgebung. Dazu kommen die Strassen, die unzählige Kurven bieten! Sooo viele Eindrücke! Da gab es Abend viel zu erzählen! 😉
Dies ist unsere Tour
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Für den zweiten Tag haben wir uns wieder bekannte Pässe ausgesucht. Erster Anlaufpunkt war das Seller Joch. Eine sehr beliebte Stecke, den es waren viele Motorräder dort unterwegs. Vom Seller Joch ging es für uns weiter über das Grödner Joch zum Valparola Pass Eine herrliche Strecke mit sehr unterschiedlicher Vegetation, die tolle Aussichten bot. Der Heimweg lief dann wieder über den Passo Falzarego, den wir einen Tag vorher schon besucht hatten.

Dies ist unsere Tour
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Für den dritten Tag, den Freitag, hatte Wolfgang sich gewünscht, zur Marmolata zu fahren. Also entschieden wir uns für die kleine Sella- Runde. Unser erster Halt war hier das Gasthaus auf dem Passo Fedaia, wo wir die Aussicht genossen. Weiter ging es zur Marmolata. Natürlich entdeckten wir unterwegs viele Dinge, die unsere Blicke von der Strasse ablenkten. Auch ein paar Tunnel lagen auf unserem Weg.
So mussten wir unbedingt auch noch an einem Stausee in Canazei einen Zwischenstop einlegen. Unser letzter Pass für diesen Tag war der Passo Rolle.

Das ist unsere Tour
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Der Samstag bot wieder bestes Wetter für viele Kurven und tolle Ausblicke. Unser erster Anlaufpunkt war der Karapass. Von dort fuhren wir weiter über den Passo Campolongo nach Kastelruth.
Eine Stärkung gönnten wir uns in La Pola, wo wir auch einen schönen Laden entdeckten, der Holzschnitzereien verkauft.
Auf dem Rückweg passierten wir wieder den Falzarego.

Dies ist unsere Tour:
https://www.relive.cc/view/vevWBQwP8Gq

Dies war unser letzter Tag zu viert.
Am nächsten Morgen frühstückten wir noch zusammen, dann verlies Wolfgang uns, um sein neugeborenes Enkelkind zu begrüßen. Herzlichen Glückwunsch! 🥰
Wir verbliebenen Drei machten an diesem Tag eine Pause. Mittlerweile waren wir seit 10 Tagen jeden Tag auf dem Motorrad unterwegs. Im Nachbarort besorgten wir noch ein paar Dinge und machten die Tanks voll, damit wir nächsten Morgen gleich wieder losfahren konnten.

Unsere letzte Tour in den Dolomiten ging weit in den Südwesten. Bis zum Passo della Forcella erlebten wir eine sehr anwechselungsreiche Landschaft und merkten sehr deutlich, dass es dort unten viel wärmer war, als in Arabba. Der Rückweg über den Col Molinai bot auch wieder sehr schöne Kurven und diverse Stauseen mit viel Natur.

Dies ist unsere Tour:
https://www.relive.cc/view/vmqXwN8k9o6

Dienstag Morgen war es Zeit, sich auf den Heimweg zu machen. Die letzten Tage hatten wir immer wieder sämtliche Wetterapps angesehen. Angedacht war auf dem Rückweg den Großglockner zu fahren. Einen Tag vorher gab es Schneeregen dort. Aber wir hatten Glück! Leichte Bewölkung und 16°C bekamen wir für den Tag.
Die 30 Euro Maut war es auf alle Fälle wert. Schon auf der Hinauffahrt hielten wir immer wieder an, um die Aussicht zu genießen und Fotos zu machen.
Bis hinauf zur Edelweißspitze fuhren wir Kehre um Kehre, vorbei an Schnee und grünen Wiesen.

Ein unglaubliches Erlebnis! Mit diesen vielen Eindrücken fuhren wir auf der anderen Seite wieder hinunter und bekamen noch ein paar tolle Eindrücke hinzu. 😉
So erreichten wir glücklich uns Hotel Hubertushof in Hüttau.
Uns erwartete ein großes, sehr sauberes Zimmer mit großer Dusche und sehr nettem Personal.
Da das Restaurant im Hotel z.Zt. geschlossen hat, reservierte uns der Wirt gleich einen Tisch in der Fritztalstube, ca. 200m weiter im Ort. Wir haben dort hervorragend gegessen und das Wirtspaar ist einfach klasse! Viele einheimische Erzeugnisse und selbstgesammelte steht auf der kleinen Speisekarte. Die Preise sind sehr moderat. Ein Toptip zum Essen! 👍

Nach einem guten Frühstück machten wir uns wieder auf den Weg heimwärts. Die Landschaft an der Strecke war nun wieder sehr viel grüner. Vorbei am Halstätter See, entlang der Traum und den Attersee fuhren wir nach Tschechien. An diesem Tag hatten wir richtig Glück. Schon auf der Fahrt konnten wir sehen, das der Himmel hinter uns pechschwarz wurde. Wir beeilten uns. Kaum hatten wir die Taschen aus den Koffern genommen und reingetragen, brach ein Unwetter los. Es stürmte, goss und hagelte!

Unser Hotel Šindlovská krčma am Rand von Budweis war ok und sehr günstig. Das Essen in der Gaststätte war sehr gut. Hier hatten wir zwei Übernachtungen gebucht, weil wir die unter Naturschutz stehende Seenlandschaft erkunden wollten.
So starteten wir am Donnerstag bei strahlendem Sonnenschein unsere Tour rundum Budweis. Hier bot sich uns eine sehr grüne und seenreiche Landschaft mit viel Ackerbau und Viehzucht. Ein Hingucker waren die großen Mohnfelder.
Nach rund 180 KM erreichten wir wieder unser Hotel und genossen das gute Essen und natürlich auch das Staubbier. 😉

Die ist unsere Tour:
https://www.relive.cc/view/vQvxzpj3K96

Unsere nächste Station war sehr viel schlechter. Die nächste Übernachtung hatten wir in Bad Schandau gebucht. Das Erbgericht in Bad Schandau liegt außerhalb Bad Schandaus in Porschdorf. Der Wirt selber macht sich darüber lustig, dass immer wieder Gäste denken, sie hätten das bessere Hotel mit gleichem Namen in Bad Schandau gebucht. Wir waren schockiert, als wir unser Zimmer sahen. Sperrmüllmöbel und schwarzen Schimmel an den Wänden hatten wir auch noch nicht….. 😳
Das Essen kommt aus der Fritteuse und ist fad. Das Preis-/ Leistungsverhältnis ist unterirdisch.
Am nächsten Morgen schälten wir uns aus dem durchhängenden Bett und verliessen nach dem Frühstück diesen ungastlichen Ort Richtung Norden.
Eigentlich war die nächste Übernachtung im Havelland geplant. Aber wir kamen so gut durch und das Wetter war so gut, dass wir beschlossen, die Zimmer zu stornieren und direkt nach Hause zu fahren.

So legten wir an diesem Tag fast 620 Kilometer in fast 7,5 h Fahrzeit bei ziemlicher Wärme zurück. Insgesamt haben wir 4614 Kilometer zurückgelegt.
Das war eine unglaubliche Tour! Wir haben sooo viel viel Spaß gehabt und Unmengen Eindrücke mitgenommen. Es ist eine super Truppe mit tollen Menschen! 🥰
Wir freuen uns schon auf das nächste Jahr, wenn wir wieder zusammen losfahren und dann den Schwarzwald unsicher machen!
Diese Saison fahren wir hier in Norddeutschland mit den Ostholsteiner Tourern Tagestouren.
Hier sind einige davon:

https://www.relive.cc/view/v26M7dDD73v
https://www.relive.cc/view/vevWBzXGWGq
https://www.relive.cc/view/vdORQK5zYKv

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