Wir haben in unserem Hotel ein schönes Restaurant mit Blick auf die Altstadt von Badajoz. Aber heute Morgen sassen wir beim Frühstück‘ und draussen war Waschküche. So liessen wir uns bis 10 Uhr Zeit zum Losfahren. Anfangs war es immer noch neblig, aber nach und nach lichtete es sich.
Als wir die Sierra San Pedro erreicht hatten, war es aufgeklart. Die Sonne kam durch. Die Landschaft war so irre, dass wir Fotos machen mussten. Überall lagen riesige Findlinge in der Gegend und Bäume wuchsen aus und um diese Steine. Darunter grasten Kühe, Pferde und Schafe.

Die Landschaft war unglaublich abwechslungsreich. Gepflügte Felder wechselten sich mit großen Findlingsarealen und Stein- und Korkeichen. Immer wieder gab es kleine Wasserläufe und Teiche. Hinter jeder Kurve sah es anders aus.
Erstes Ziel der Tour war aber eine Hinterlassenschaft der Römer.
Der Tajo ist der Grenzfluss zwischen Spanien und Portugal. Er hat viele Zuflüsse in seinem Lauf. Das Gebiet wurde 2006 zum Nationalpark erklärt. Die spanische Seite hat etwas über 25000 Hektar geschützt, in Portugal beträgt die Fläche fast 26500 Hektar. Viele bedrohte und seltene Arten leben hier.
Eine der Städte im Nationalpark ist Alcantara. Unsere Anfahrt dorthin war schon ein kleines Abenteuer.

Hier steht eine Brücke, die die Römer im 2. Jahrhundert n.C. gebaut haben. Sie ist 194 m lang, 71 m hoch und wird immer noch voll befahren. Es ist die größte, heute noch befahrene Brücke aus der Römerzeit, weltweit. Über Ihr thront die Festung von Alcantar.

Von Alcantara fuhren wir über Ceclavin nach Puertezuelo, wo wir noch eine kleine Pause am Wasser einlegten. Im nächsten Ort, Puente de Alconetar, fanden wir ein weiteres Bauwerk der Römer am Wegesrand.Sie stammt aus dem 2. Jahrhundert n.C. und war ursprünglich 300 m lang. Man nennt sie auch Puente Mantible. Der Fluss ist deutlich zurückgegangen. Sie steht auf dem Trockenen.

Die Landschaft blieb interessant, als noch ein Stück weiter am Fluss entlang fuhren. Schöne Kurven wurden uns nebenbei auch noch geboten. 😉
Es war eine schöne Tour. Die Landschaft entschleunigt einfach. Manchmal könnte man denken, man fährt durch Irland oder England, nur das Wetter ist deutlich besser. 😂 Die niedrigen Steinmauern, die viele Koppel umgeben gibt es dort auch. Es gibt viel zu sehen. Gerade stehen auf den Wiesen viele gelbe Blumen in Blüte. Es sieht aus, wie ein gelber Teppich. Die Wolken und die Sonne zaubern viele Schattierungen. Dazu kommen die unzähligen Gänsegeier, die bei der Tour über uns kreisten.
Die Stille ist einfach irre. Man hört nichts. Manchmal fährt ein Auto vorbei oder man hört die Glocken, die die Schafe tragen in weiter Ferne. Entspannung pur….
Aber natürlich müssen wir irgendwann zurück in unser Hotel. Auch hier gab es wieder viele der riesigen Findlinge. Durch kleine Dörfer, wie Navas del Madrono, Arrayo de la Luz und Villar de Ray fuhren wir zurück nach Badajoz.
Dies ist unsere Tour:
https://www.relive.cc/view/vQvxz2Ej4B6

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