Samstag hatten wir wohl viel Pech mit dem Wetter. Am Sonntag sah die Welt schon ganz anders aus! Am Morgen sahen wir natürlich sofort aus dem Fenster, um den Himmel zu sehen. Keine Wolke und strahlender Sonnenschein! Wir hatten freie Sicht auf die schneebedeckten Berge. So wollen wir das!
In der Nacht hatte uns die Höhenluft etwas zu schaffen gemacht. Wir hatten beide ziemliche Kopfschmerzen. Nach dem Frühstück waren wir gespannt, was wir nun unter die Reifen bekommen.
Andorra ist ja nicht wirklich groß, hat aber einige Pässe und sehr schöne Strecken zu bieten. Von Carnillo aus starteten wir Richtung Ordino. Hinter dem Ortsausgang begannen sofort die Serpentinen. 🥰
Nach ca. 20 Minuten erreichten wir bereits den 1. Aussichtspunkt. Es war der Parkplatz Roc de Quer. Von hier aus hat man eine unglaubliche Aussicht. Man sieht weit ins Tal und viele schneebedeckten Gipfel ringsherum.



Andorra ist unglaublich grün! Die Strassen sind gut zu befahren und Kurvenspaß gibt es hier satt. Wir konnten uns nicht sattsehen, an den Aussichten, die uns geboten wurden.
Wenige Kurven und einige Höhenmeter weiter landeten wir auf einem weiteren Aussichtspunkt Natürlich mussten wir auch hier anhalten und Fotos machen.



An jeder Ecke trifft man hier auf Ski- Gondeln und Mountainbike- Verleiher. Im Winter muss hier der Bär los sein!
Unser eigentliches Ziel war aber Port de Cabus auf 2300m Höhe. Hier beginnt der Schmugglerpfad, der früher benutzt wurde, um Waren ungesehen über die Grenze Spanien/ Andorra zu transportieren. Der Pfad verbindet das spanische Dorf Alins und den Port Camus in Andorra. Er wird heutzutage noch befahren. Er führt durch das kleine Örtchen Tor, bekannt als das unheimliche Dorf, um das sich viele Geschichten und Spekulationen ranken.




Wir wollten die ca. 10 Kilometer lange Off- Radstrecke gerne fahren. Da es aber am Vortag geregnet und geschneit hatte, war uns der Weg zu matschig.Na ja… wir können ja nicht alles haben. 😂
So drehten wir um und beschlossen, nochmal Richtung des Grenzüberganges zu fahren, über den wir tags zuvor gekommen waren. Bei dem schlechten Wetter haben wir nichts von der Gegend gesehen. Das wollten wir nachholen. So fuhren wir über Les Escaldes Richtung Soleu. Hinter Sollen liegt der Port d´Envalira auf 2408m Höhe. Die Höhenmeter hatten wir registriert, aber sehen konnten wir durch den Regen natürlich gar nichts. Nun standen wir dort und sahen, dass über den Gebirgskamm wieder Wolken aufzogen. Zudem wurde es kalt. Also, nichts wie nach Hause! Zum Abschluss gab es ein gutes Bier und ein gutes Abendessen.


Die ist unsere Tour:
https://www.relive.cc/de/view/vQvxQmEG1BO
Der Montag begrüßte uns ebenfalls trocken. Wie immer haben wir gestern natürlich einiges gesehen, was wir näher erforschen wollten. Gegenüber unserem Hotel liegt der Aussichtspunkt Roc de Quer. Gestern hatten wir dort auf dem Parkplatz gestanden und Fotos gemacht. Von unserem Zimmer aus kann man den Aussichtspunkt sehen. Und mit dem Fernglas kann man sehen, dass dort oben eine große Figur auf der Plattform sitzt und in das Tal hinabschaut. Den wollten wir kennenlernen!
Bis zum Parkplatz war es von uns aus nicht weit. Einen Tag vorher war es dort deutlich voller.
Gut für uns. 😉
Vom Parkplatz gingen wir noch 15 min zu Fuß. Auf dem Weg zur Plattform liegt ein kleiner Kiosk. Hier kauften wir die Eintrittskarten. Der Eintritt kostet 5 Euro pro Person. Natürlich fanden wir auch noch ein paar Aufkleber für unsere Koffer.
Die Plattform ist wirklich schön. Sie schwebt 500 Meter über dem Boden und hat zum Teil einen Fußboden aus Glas. Am Ende sitzt eine männliche Figur vom Künstler Miguel Ángel González und schaut auf das Tal herab. Die Aussicht ist atemberaubend! Eine klare Empfehlung von uns! 👍



Bei der Höhe den Berg wieder hochzulaufen war schon anstrengend…. Aber dann konnten wir ja wieder fahren.
Es hat für uns etwas von goldenem Herbst in Andorra zu fahren. Die Bäume tragen zu dieser Jahreszeit verschiedenste Braun und Gelb- Färbungen. Zwischendurch findet man immer wieder Wasserläufe.
Uns hat es absolut gut gefallen. Zwar führen viele Wege und Pässe in Sackgassen, in denen am Ende ein Skilift steht, aber es lohnt sich. Die Aussichten und die Natur sind umwerfend!
Ein Erlebnis sind auch die freilaufenden Kühe, Pferde und Schafe. Sie stehen dann doch Mal mitten auf der Strassen.
Das ist unsere Tour:
https://www.relive.cc/de/view/vrqowE9eDyq