Vor einigen Tagen überfiel Wolfgang uns mit der Idee, im April zusammen mit ihm und seinen Kumpel Tim nach Marokko zu fahren. Er wusste, wir denken schon seit einiger Zeit darüber nach. Das Netz haben wir auch schon nach Touren, Berichten und Fakten durchforstet. Bisher konnten wir uns aber nicht so richtig dazu entschließen.
Nun kommen die beiden dann mit den Motorrädern im Anhänger zu uns. Zum Glück haben wir genug Platz, die Fahrzeuge bei uns unterzubringen.
Plötzlich stehen wir nun davor und überlegen, was noch alles erledigt werden muss! Einer unserer größten Stressfaktoren sind die Versicherungen der Motorräder in Marokko. Unsere beiden sind bei der HUK Coburg versichert. Leider bietet die HUK weder eine „grüne“ Versicherungskarte, noch bieten sie einen buchbaren Zusatzbaustein für Marokko an. Auch ein Telefonat mit der HUK blieb erfolglos. Eine sofortigen Kündigung, damit wir uns woanders versichern können, lehnte die HUK kategorisch ab. Na ja, ein Versuch war es wert! Nun haben wir dort gleich online zum Juli gekündigt.
Wir wissen bereits, dass wir im Herbst wieder nach Marokko fahren und wollen keinen Stress mit der (Nicht-)Versicherung mehr haben. Also werden wir uns etwas Passenderes suchen.
Einige Versicherungen in Deutschland bieten die Haftpflicht für Marokko separat an. Hier beginnt der Tarif bei 200 Euro pro Motorrad für 14 Tage. Da uns diese Variante zu teuer ist, werden wir diesmal die Versicherung im Hafen in Marokko abschließen. Dort gibt es Shops, die diese anbieten. Nach Recherchen im Netz liegt hier die Haftpflicht bei ca. 100 Euro pro Motorrad.
Die Adventure war in der vergangenen Woche zur großen Inspektion in Gandia bei BMW. Wir waren schon häufiger dort Kunden und waren immer zufrieden. Diesmal haben sie leider vergessen, den Unterfahrschutz wieder festzuschrauben. Die Schrauben waren nur lose eingedreht. eine der Schrauben ist auf dem 65 Km Heimweg herausgefallen. Die anderen waren zum Glück gerade noch drin, als wir zuhause ankamen. Man mag sich nicht ausmalen, was passiert wäre, wenn der Schutz auf der Autobahn abgefallen wäre…… 🫣
Natürlich machten wir uns auch Gedanken um das allseits beliebte Reifenthema. Wolfgang sagte, er fährt mit seinen Strassenreifen nach Marokko. Auf der Adventure war immer noch der Dunlop Roadsmart montiert, den wir auf unserer größeren Tour im Oktober aufziehen lassen mussten. Das ist ein reiner Strassenreifen. Die Triple Black hatte einen Conti Trail Attac 3 vorne und Road Attac 4 hinten montiert.
Da uns auf der Tour auch Geröll und Wüste erwartet, entschieden wir uns beiden GSen andere Gummis zu gönnen. Unsere Entscheidung fiel auf den TKC 70 von Conti. Den hat uns gestern Uwes Carservice in Benissa montiert. Wir haben vor zwei Wochen dort schon neue Reifen für unser Auto aufziehen lassen und waren sehr zufrieden. Uwe und Steffi sind echt klasse! Da sie beide selber Motorrad fahren, konnten wir uns auch gleich Mal austauschen! Alles hat wunderbar funktioniert! Vielen Dank dafür! 🫶



Zum Glück können wir hier auch Dinge bei Wunderlich, Louis, Ali,… bestellen. Da wir nicht damit gerechnet haben, noch diesen Winter nach Marokko zu fahren, haben wir einige Sachen, die wir brauchen, nicht mit. Sie liegen in Malente. Warm und trocken. 😂
Bestellt haben wir z.B. einen kleinen 2 l Benzinkanister. Zu drei Adventures hat die Triple Black den kleinsten Tank. So hat Wunderlich uns superschnell eine Halterung für den Koffer und einen Kanister geliefert. Sicher ist sicher! 😉
Andere Dinge haben wir natürlich mit nach Spanien genommen. So haben wir unsere Akkuluftpumpe, etwas Werkzeug, Reifenflickzeug, Panzertape und ein Akku- Starthilfegerät immer an Bord.
Welches Wetter uns erwartet, wissen wir nicht genau. Letzte Woche gab es im Atlasgebirge noch Schnee. Es hat in Marokko und auch hier in Spanien viel geregnet. Für Kälte/ Nässe sind wir gerüstet. Die Sommerjacke liegt allerdings zuhause. 🤷♀️
Die Fähre haben wir bei Balearia bereits gebucht. Wir fahren ab Almeria über Nacht nach Nador. Für vier Personen und vier Motorräder werden knapp 740 Euro für Hin- und Rückfahrt fällig. Eine Kabine ist darin nicht enthalten. Die Rücktrittsversicherung haben wir uns geschenkt. Dafür wären weitere 200 Euro fällig geworden. In Marokko werden wir 12 Tage unterwegs sein. Die Rückfahrt von Nador nach Almeria ist auch über Nacht.
Iris und Stefan waren so nett, uns einmal alle unsere Ausweise, Fahrzeugscheine und Reisepässe zu kopieren. Die nehmen wir als Backup mit. Policen für Krankenversicherung etc gehören natürlich auch ins Gepäck. Eine E-SIM mit unbegrenztem Datenvolumen haben wir uns auch schon besorgt. Holafly bietet den Tarif für 45 Euro für 4 Wochen an. Die E-Sim kam sofort nach Bezahlung per Paypal an und konnte problemlos installiert werden. Aktiviert wird sie erst in Marokko, wenn wir die Fähre verlassen.
Batterien der Funkschlüssel sind getauscht, die Schlüssel sind mit Trackern versehen, Visier gewechselt,….
Kleine Einkäufe für das persönliche Wohlbefinden durften natürlich nicht fehlen. Wir essen beide gerne Fleisch. Aus unseren anderen Urlauben in muslimischen Ländern haben wir gelernt, immer ein paar Salamis für den kleinen Hunger zwischendurch dabei zu haben. Huhn und Lamm sind lecker. Aber eben nicht nur…. 😂
Auch Lollis und Kugelschreiber haben ihren Weg in unser Gepäck gefunden. Kleine Gastgeschenke erhalten die Freundschaft! 😉
Nächste Woche werden wir packen und schauen, was noch fehlt oder was übrig ist.
Wir wissen nicht genau, was uns erwartet. Aber wir freuen uns total auf das spannende Abenteuer zu viert in diesem tollen Land! Wir waren schon in einigen Ländern Afrikas, aber nicht mit dem Motorrad. Und in Marokko sind wir auch das 1. Mal.
Eines wird diesmal aber anders sein. Unser Rechner bleibt zuhause. Der Blog wird nicht tagesaktuell geliefert, wie ihr es gewohnt seid. Den Bericht gibt es nach unserer Rückkehr.