Wir hatten sehr gut geschlafen in dieser Nacht. Beim guten Frühstück planten wir den Tag.
Das Hotel New Mars Dardés liegt direkt an der Dardes- Schlucht. Natürlich mussten wir auch das berühmte und überall zu findende Foto mit den Kehren machen.
Am Anfang der Schlucht befindet sich ein Kaffee, von dem aus man gute Bilder machen kann. So entstand das Beitragsbild. 😉

Eigentlich waren wir etwas enttäuscht. Wir hatten uns die Serpentinen- Strasse länger vorgestellt. Aber Spaß an den Kurven hatten wir!
Es fällt immer schwer, die Landschaft zu beschreiben, denn sie ist sehr abwechslungsreich. Hier bekamen wir viele Felsformationen und grüne Landschaften mit Palmenbewuchs zu sehen.

Der Wettergott war uns an diesem Tag nicht wirklich wohlgesonnen. Schon auf dem Weg nach Taznakht begann es etwas zu regnen. Wir beschlossen, bei einem Kaffee ein passendes Hotel zu suchen.

Viele der infrage kommenden Hotels waren geschlossen! Das einige, was in Frage kam, war die
Auberge l ´Oasis Forum Zguid. Die Bewertungen waren ok und die Lage passte in unseren Plan.
Gegen 15:30 Uhr brachen wir auf.
Ab ca. 16:00 Uhr begann es sehr ungemütlich für uns zu werden. Der Wind frischte auf. Es regnete und Sand begann die Luft zu füllen. Die Sicht war z.T. gleich null. Wir waren in einen Sandsturm geraten! Das Fahren wurde sehr anstrengend, weil wir weder Vorder- noch Hintermann sehen konnten. Zwischendurch gab es kleine Lücken in der wir ein Wenig sehen konnten. Gegen 5 erreichten wir endlich das Hotel. Alle waren sandgestrahlt und von Kopf bis Fuß rot vom Sand!

Wir waren froh, heil angekommen zu sein. Der Empfang war sehr freundlich. Man bot uns sofort an, die Motorräder im Innenhof des Riad zu parken.
Aufgrund der guten Bewertungen hatten wir etwas Anderes erwartet, aber für eine Nacht war das Zimmer/ Bad ok. Das Personal ist wirklich freundlich!
Wir reinigten die Klamotten in der Dusche und putzten die Stiefel. Danach genossen wir die Dusche. Leider gab es nicht für alle warmes Wasser.
Auf Nachfrage bekamen wir auch Wasser in Flaschen zum Reinigen der Motorräder. Der Versuch war sinnlos. Der rote Sand liess sich kaum entfernen. Wenig später fing es an rote Tropfen zu regnen. 🙈
Das Abendessen war gut und reichlich, so dass wir schnell müde wurden. Der Tag war anstrengend.

Das ist unsere Tour:
https://www.relive.com/de/view/v1vjP7oZ1Y6

Am nächsten Morgen bot der Wirt uns an, seinen Kumpel anzurufen. Der könnte die Motorräder reinigen, meinte er. Gesagt, getan! Der Nachbar schräg gegenüber der Auberge hat einen Hochdruckreiniger. Damit wurden wir schon Mal den größten Teil des Sandes los. 🥳
Eigentliches Ziel des Tages wäre Tafraoute gewesen. Leider gab es dort keine Hotel, die geöffnet hatten. So planten wir um und fuhren nach Titznit.
Der Weg nach Titznit bescherte uns über 2000 Kurven. Ein Teil davon führte uns über eine Strasse mit über 1800 Höhenmetern. Wow! Was für Aussichten!

Unser Hotel in Titznit lag mitten in der Altstadt. Wir hätten es fast übersehen. Es verbirgt sich hinter einer einfachen Holztür in einer langen Mauer. Ein kleines Schild hängt über der Tür. “ Riad Janoub “ steht darauf. Eine junge Dame öffnete uns und wir fragten nach drei Zimmern mit Verpflegung. Sie bat uns herein. Es war wie in einem Traum von 1000 und einer Nacht! Was für eine Wohlfühloase sich hinter dieser Tür verbarg!

Bereits vor dem Check in wurden wir gefragt, was wir am Abend essen möchten. Nach Aufnahme unserer Wünsche verschwand die Köchin sofort in der Küche und fing mit den Vorbereitungen an.
Wir bekamen tolle Zimmer, die orientalisch eingerichtet sind. Zwischenzeitlich wurde flugs Platz im Schuppen geschaffen, damit unsere Motorräder sicher im Riad stehen konnten. Wolfgang durfte sogar im Eingangsbereich stehen.
Unser sehr gutes Abendessen wurde uns draussen serviert. Ein Bier gab es sogar auch dazu. 🍻

Das ist unsere Tour:
https://www.relive.com/de/view/v8qV5npNE76

Am nächsten Morgen bekamen wir ein sehr leckeres Frühstück mit vielen selbstgerechten Sachen serviert. So gestärkt beschlossen wir, uns in der Stadt umzusehen.
Die Altstadt ist mit einer 6 Km langen Mauer eingefasst. Es gibt 8 Stadttore. Die große Moschee und der Souk sind Mittelpunkt der Stadt. Titznit ist bekannt für seinen Berberschmuck aus Silber, der sehr filigran gearbeitet ist.
Es war noch früh und viele Geschäfte in der Medina hatten gerade erst geöffnet und die Händler waren noch müde. Wir sahen uns neugierig die Auslagen der Händler an. Ein Stückchen weiter stiessen wir auf die blaue Quelle. Dieses Becken sammelt das Wasser aus der Quelle Aïn Aqdim und lieferte früher das Wasser für die unterirdische Bewässerung der Oasengärten.
Direkt daneben liegt die Kasbah Aghanaj, eine ca 8000 qm große Lehm- Festung, die aus dem 19. Jahrhundert stammt. Auch die große Moschee, deren Turm mit Holzstangen gespickt ist, ist ein Hingucker. Die Legende sagt, dass sich dort die Seelen der Verstorbenen sammeln.

Es war ziemlich warm. So gingen wir nach einem Kaffee ins Hotel zurück und testeten ausgiebig den Pool. 💦
Am Abend wurden wir wieder hervorragend und freundlich bewirtet. Die Tajine wurde draussen auf offenem Feuer zubereitet. Fast schon ein wenig widerwillig planten wir vier unseren nächsten Tag.
Dieses Hotel würden wir immer wieder anfahren! 🥰

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