Nach unserer Rückkehr aus Spanien Anfang Mai, gab es noch einiges zu erledigen.
Die Nachbereitung unseres Marokkotrips brauchte einige Zeit. Auch den Staub konnten wir immer noch nicht ganz entfernen. Aber wir arbeiten daran… 🙈
Die Adventure brauchte einen neuen TÜV- Stempel, was schnell erledigt war.
Unsere Anzüge hatten uns in Marokko wieder etwas geärgert. Im Mai letzten Jahres hatten wir zwei Jacken Mora und eine Hose Malung von der Firma Halvarsson gekauft. 1 Jacke haben wir in Karolinenkoog gekauft, den Rest bei Motoin im Netz. Schon vor einiger Zeit hatten wir Halvarsson angeschrieben, weil sich die Protektoren immer lösten und umherrutschten. Der Tragekomfort war auch bescheiden. Halvarsson bat um Rücksendung, sobald wir wieder zuhause seien. Motoin hat die Sachen sofort zurückgenommen und das Geld erstattet. Der Händler im Karolinenkoog wollte das nicht. Er schickte uns “ neue“ Protektoren, die schon kaputt bei uns ankamen. Die zweite Charge, die wir bekamen hält -bisher-. Wir dürfen gespannt sein.
So mussten wir los und binnen 2 Wochen neue Sachen kaufen. Dank des guten Services von Louis in Kiel ist das dann auch gelungen! 🤗
Die Vorbereitungen für die Tour in das Riesengebirgen hatten vor 1 Jahr begonnen. Die Hotels sind für größere Gruppen immer schnell ausgebucht. Ursprünglich waren wir zu acht. Zwei hatten recht frühzeitig abgesagt. Zwei Wochen vorher verunfallte leider einer unserer Mitstreiter. Und einer musste am Anreisetag absagen, weil seine Frau als Notfall ins Krankenhaus gekommen war.
10 Kleine Jägermeister…. 🎼
Am 26.06. starten wir zu dritt mit Thomas in Malente nach Sachsen-Anhalt. In Coswig hatten wir für die Hin- und Rückfahrt Zimmer gebucht. Es war auf den Landstrassen kaum Verkehr und wir kamen gut durch. Es war aber auch sehr warm. Ab Wittenberge wurde es schnell wärmer und bei unserer Ankunft in Coswig im Hotel Waldschlösschen hatten wir dann 34°C. Da hatten wir uns nach 413 Km ein kühles Staubbier mehr als verdient! 🍺
Das Abendessen war sehr lecker und wir konnten draussen im Biergarten sitzen. Es war windig, aber das angesagte Gewitter zog an uns vorbei.
Das war unsere Tour:
https://www.relive.com/de/view/vevW5YoP3y6


Am nächsten Morgen durften wir uns nach einer ruhigen Nacht vom reichhaltigen Buffet bedienen. Die Auswahl war gut. Frisch gestärkt ging es für uns gegen 9:00 Uhr weiter. Die Landschaft veränderte sich. Es wurde deutlich hügeliger. Leider hat uns auf dem Weg nach Zittau doch noch Regen erwischt. Nach ca. 100 Km erreichten wir die Grenze. Wir konnten ungehindert passieren. Es fiel uns auf, dass sich auch die Architektur der Häuser verändert hatte. Viele Häuser waren schon marode. Andere waren sehr schön hergerichtet. Es gab tolle Muster aus Schindeln an Wänden und auf den Dächern.
Auch ein Teil unseres Weges war marode. Wir fuhren ca. 20 min auf einem geschotterten Feldweg. Man hätte glauben können, dort fährt niemand lang. Aber zwischendurch lagen immer mal wieder Häuser am Wegesrand. Kurz nach dem Feldweg hielten wir an, um die Regenklamotten auszuziehen. Es war schon sehr warm darin!
Gegen 17:00 Uhr trafen wir in unserem Hotel Astra in Spindler Mühle ein. Gerd, der vierte im Bunde war schon dort. Er war einige Tage vor uns aus der Pfalz angereist, wo er vorher auf Tour war.
Unsere Motorräder bekamen einen kostenlosen Platz in der Tiefgarage und wir bezogen unsere schönen Zimmer. Zum Abendessen trafen wir Gerd. Natürlich hatten wir uns viel zu erzählen, denn wir hatten uns lange Zeit nicht gesehen.
Am Abend mussten wir natürlich auch die Spezialitäten der Bar des Hotels testen! 😉
Das war unsere Tour:
https://www.relive.com/de/view/vQvxWMp929q

Am nächsten Morgen ging es frisch gestärkt los. Aber zuerst mussten wir uns am Automaten noch etwas Bargeld in Landeswährung besorgten. Das war schnell erledigt.
Gerd fuhr vorweg und führte uns durch die tolle Landschaft. Durch viel Wald, sattes Grün und richtig schöne Aussichten führten recht gute Strassen mit gut fahrbaren Kurven. Es war schon recht warm. In der Höhe, bei knapp 900 m Höhe ließ es sich aushalten, dort waren „nur“ 28°C. Wir fanden ein kleines Bistro an einem Tennisclub und gönnten uns eine Pause mit Kaltgetränk im Schatten.
Zum Glück führten viele Strassen, die wir fuhren im Wald.
Nach 5h Fahrzeit genossen wir die Dusche im Hotel und ließen uns das Kaltgetränk schmecken.

Das war unsere Tour:
https://www.relive.com/de/view/vJOKz7QA95v

Für die zweite Tour hatte Thomas sich bereit erklärt, die Führung zu übernehmen. Es ging Richtung Ost/ Süd- Ost. Nach etwa 100 Km erreichten wir die Polnische Grenze. Die Strassen wurden schlagartig schlechter. Manche hatten ziemlich große Löcher! Viele der kleinen Dörfer hatten Blitzer an den Laternen hängen.
Auch an diesem Tag war es wieder sehr warm. Die 30°C Marke erreichten wir schon am Vormittag.
Wir hatten eine schöne Rundtour in 6h Fahrzeit und knapp 300 Km.
Gegen 17:00 Uhr erreichten wir unser Hotel. Das Tor zur Tiefgarage war schon zu. Wir wussten nicht, dass die Garage um 16:30 Uhr geschlossen wird. Ein aufmerksamer Mitarbeiter war aber sofort zur Stelle, um uns hinein zu lassen. 😅

Nach dem Abendessen mussten wir dann Mal den Becherovka testen. Thomas hatte davon erzählt. Unser Lieblingsgetränk wird es nicht. Seines aber auch nicht. 😂
Das war unsere Tour:
https://www.relive.com/de/view/vYvEG8MYGw6

Der Montag war einstimmig beschlossener fahrfreier Tag. Der Wetterbericht versprach noch höhere Temperaturen, als in den Tagen zuvor. Beim ausgiebigen Frühstück beschlossen wir, den Ort zu besuchen. Vorher hatten wir aber eine Verabredung mit der Hotelchefin. Franks Zimmer wurde erst am Anreisetag storniert. Die Dame an der Rezeption wusste nicht, ob und in welcher Höhe Stornogebühren anfallen.
Das Gespräch mit der Chefin war sehr nett und sie bot an, die geleistete Anzahlung einzubehalten und damit wäre alles abgegolten. Das Angebot nahmen wir an.
Nachdem alles geklärt war, starteten wir fröhlich zu Fuß ins Dorf. Wir fanden einen kleinen Supermarkt, durch den wir stöberten. Es gab viele einheimische Produkte zu kaufen. Für uns war ein Eis genug.
An den Hängen des Tals konnten wir verschiedene Skilifte sehen. Die wenigsten waren in Betrieb. Einer, der auf unserer Seite des Tals liegt, läuft das ganze Jahr. Eigentlich hätten wir eine Karte im Hotel kostenlos bekommen. Da wir aber vergessen hatten zu fragen, mussten wir zahlen. Über die heruntergeladenen App ging das recht einfach. Der Sessellift brachte uns auf den Gipfel des Medvedin.
Der Einstig des Liftes befindet sich in Spindlermühle auf 743m Höhe. Der Lift hat eine Länge von über 1900m und überbrückt einen Höhenunterschied von 450m.
Was für eine Aussicht! Unglaublich! Nachdem die ersten Meter der Fahrt durch Bäume führte, hatten wir plötzlich freie Sicht auf das komplette Umland! Wir genossen die Fahrt und die Aussicht!

Auf dem Gipfel fanden wir ein schattiges Plätzchen in der Berghütte mit Aussicht. Herrlich!
Mit der vorletzten Abfahrt fuhren wir wieder hinunter. Diesmal hatten wir das tolle Panorama frontal.
Nach dem „Aufstieg“ zurück ins Hotel hatten wir uns das Kaltgetränk redlich verdient. 😉🍺

Die Tour am Dienstag begann mit einem kleinen Einkauf im Ort. Bei der Wärme mussten wir ein paar Getränke beim Discounter kaufen, bevor es losgehen konnte.
Wieder brachen wir Richtung Polen auf. Wir bekamen viele Strassen unter die Räder, die wieder sehr schönen Weitblick boten. Auch Strassen, die direkt am Fluss entlang führten und etwas Kühlung brachten bekamen wir. Auf unserer Runde kamen wir über tollen einen Pass, der mit über 1000 Höhenmetern von Polen wieder in die Tschechei führte. Um ca. 15:30 Uhr fuhren wir völlig durchgeschwitzt in die kühle Tiefgarage ein.

Mittwoch, unser letzter Fahrttag in Tschechien war ein kleines Highlight. Es ging zu den Teufelshöhlen.
Zur Hinfahrt nutzten wir die Autobahn. Es war am Vormittag schon sehr warm und wir wollten unbedingt früh an der Höhle sein, weil es dann noch nicht so voll ist. Gegen 11 Uhr kamen wir dort an und es waren wenige Besucher dort. Ein guter Parkplatz war schnell gefunden. Eintritt mussten wir auch nicht zahlen, da wir mit dem Motorrad angereist waren. In der Höhle war es angenehm kühl. Pekelné Doly, die Teufelshöhlen, sind das Clubheim eines tschechischen Motorradclubs in Lindava.
Sie sind von Mittwoch bis Sonntag geöffnet. Hier finden verschiedenste Veranstaltungen statt. Der Club bietet dort auch in einem Bistro etwas zu Trinken und zu Essen an. Wir schlenderten durch die Höhle und setzten uns anschließend in den Schatten, um das Treiben um uns herum zu beobachten.

Gegen 13:00 Uhr machten wir uns auf dem Heimweg. Natürlich mussten wir alle nochmal mit den Motorrädern durch die Höhle fahren! 😉

Die Rückfahrt führte bei 34°C über Land.
Das war unsere Tour:
https://www.relive.com/de/view/vYvEGr5Xyw6

So schnell waren die Tage vorüber! Nun hieß es wieder einpacken und Richtung Heimat fahren!
Für den Rückweg hatten wir wieder Zimmer im Waldschlösschen in Coswig reserviert, wo wir auf der Hinfahrt auch schon übernachtet hatten. Nach ca. 5,5h Fahrt und einem kurzen Regen fuhren wir in Coswig auf den Parkplatz. Frank war schon dort. Er wollte wenigstens noch den letzten Abend mit uns verbringen. So war er nach Coswig gekommen, um nächsten Tag mit uns nach Hause zu fahren.
Leider bietet das Hotel keinerlei Sitzplätze draussen an. Der Biergarten öffnet erst um 17:00 Uhr.
Es gibt einen Kühlschrank an der Rezeption, aus dem man sich Getränke nehmen kann. Zum Trinken schickte uns die Mitarbeiterin des Hotels dann aber auf den Spielplatz hinter dem Haus. Es ist lange her, dass wir unser Bier auf einem Spielplatz getrunken haben….. 😂

Die gemeinsame Zeit beim Abendessen nutzten wir, um neue Reisepläne zu schmieden. Für nächstes Jahr planen wir eine Tour nach Tirol. Die ersten Vorbereitungen laufen schon!

Am Freitag machten wir uns zeitig auf den Weg nach Hause. Die Temperatur war deutlich runtergegangen und es war sehr angenehm zu fahren. Wir kamen über die Landstrassen gut durch.
So war noch Zeit für eine entspannte Pause und einen entspannten Kaffee am Schalsee.
Am Nachmittag waren wir wieder in Malente.

Das war eine tolle Tour. Die Elblandschaft lohnt sich! Wir hatten viel Spaß und haben sehr schöne Landschaften „erfahren“. Tschechien war absolut eine Reise wert!

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