Diesmal waren wir besser für unsere Reise nach Marokko ausgestattet. Bereits in Deutschland hatten wir daran gedacht, z.B. dicke Wäsche und Handschuhe für die kälteren Höhenlagen hinzupacken. Nachdem wir am Freitag alles verstaut hatten und uns von Iris und Stefan verabschiedet hatten, gingen wir früh schlafen. Am Samstag wartete eine lange Etappe auf uns. Als wir uns in aller Frühe auf dem Weg machen wollten, wartete noch eine Überraschung auf uns. Monica, unsere letzte Vermieterin stand vor unserer Tür und wünschte uns eine gute Reise. Wir hatten sie die Tage noch nicht gesehen. Also war es Begrüßung und Abschied zusammen.
Mit einem herrlichen Sonnenaufgang starteten wir unsere Reise. Für den ersten Teil nahmen wir die Autobahn, weil wir schnell Strecke machen wollten. Bis hinter Murcia kamen wir so zügig voran und fuhren dann von der Autobahn runter. Unsere Tour durch die Berge war herrlich. Es gab fast keinen Verkehr. Nach 555 KM und über 7 h Fahrzeit erreichten wir unser Hotel Fuente las Piedras in Cabra.

Das ist unsere Tour
https://www.relive.com/de/view/v4OGrjkNA5v

Der Samstag war ein kürzerer Fahrtag. Allerdings war es sehr warm. Unser Ziel war Tarifa. Mit 300 Km Tagesziel konnten wir uns Zeit lassen. Gegen Mittag brauchten wir eine Pause. Da kam uns der Stausee am Wegesrand gelegen. Über einen kleinen Feldweg gelangten wir an den Rand des See. Dieser führt so wenig Wassere, dass wir laut Navi bereits im See standen.
Kurz nach dem Stausee passierten wir das Örtchen Arcos de la Frontera. Hier mussten wir für ein Foto auch nochmal kurz anhalten.

Unseren ganzen Weg begleiteten uns die Olivenplantagen. Gefühlt besteht ganz Andalusien nur aus Olivenbäumen! 😂😂
Am frühen Nachmittag erreichten wir unser Hotel Tarifa Lances in Tarifa und waren sehr positiv überrascht. Es ist sehr modern und gemütlich eingerichtet und hat eine tolle Dachterrasse. Nach der erfrischenden Dusche gab es für uns erstmal ein Bier auf der Dachterrasse. 🥰

Am nächsten Tag hatten wir einen Ruhetag. Wir bummelten durch die Stadt, gingen am Strand spazieren und genossen einfach. Als wir beim Abendessen saßen, bekamen wir die Nachricht, dass unser Fähre nach Tanger, die wir für den nächsten Tag um 11:00 Uhr gebucht hatten, wegen technischer Probleme ausfällt. Wir wurden auf 13:00 Uhr umgebucht. Ok, dann konnten wir uns am nächsten Morgen Zeit lassen. Der Hafen lag nur 10 min vom Hotel weg. Also frühstückten wir später, packten langsam zusammen und begaben uns zum Hafen. Wir waren die ersten Passagiere. Wir holten uns neue Tickets im Fährbüro der Balearia und warteten…. Es ging uns nicht allein so. Direkt nach uns erreichten Yvonne und Fran den Hafen. Auch sie sollten eigentlich früher gefahren sein. Es stellte sich heraus, dass die beiden Amerikaner sind, die in Portugal leben. Sie waren sehr viel in der Welt unterwegs mit ihrem Gespann und wussten viel zu erzählen. Gemeinsam verkürzten wir uns die Wartezeit und die Überfahrt.


Wir waren die ersten an Bord und die Stunde für die Überfahrt nach Tanger war schnell verflogen. Nun mussten wir allerdings im Hafen auf die Zollpapiere für die Motorräder warten. Hier wurden erst alle Autos abgefertigt. Zum Glück war die Fähre relativ leer. So bekamen wir nach ca. 1 h unsere Pässe und Papiere zurück und konnten losfahren.
Da wir im Vorweg nicht wussten, wie lange wir brauchen, um den Hafen verlassen zu dürfen, hatten wir uns ein Hotel in Asilah gesucht. Nach kurzer Zeit (55 Km) kamen wir dort an und wurden sehr freundlich im Aslilah32 begrüßt. Wir bekamen ein Zimmer mit Meerblick, die GSen wurden sicher in der Tiefgarage verschlossen. Das Essen und die Getränke waren gut, aber für marokkanische Verhältnisse schon teuer. Ein Mini- Bier kostet 5€.


Dies ist unsere Tour:
https://www.relive.com/de/view/vxOQ1rL1B2O

Da wir an diesem Abend Zeit hatten, wollten wir einen neuen Beitrag für unseren Blog schreiben. Das war leider nicht möglich, denn unsere Seite war für administrative Dinge komplett ausgefallen. Von aussen war alles normal, aber intern ging nichts mehr. 😡
Nach kurzer Recherche war uns bewusst, dass wir das nicht selber lösen können. Ein Beitrag im Support Forum von WorldPress brachte auch keine Lösung. Natürlich wurmt uns so etwas. Jeder Tag, den wir unterwegs sind, bringt Erlebnisse, die sich ansammeln. Irgendwann ist es einfach zuviel, um es nachzuholen. So ging ein Teil der Nachtruhe mit Grübeln flöten.

Wir besprachen uns beim kargen Frühstück. Am nächsten Morgen stand die Entscheidung. Es muss ein Fachmann ran. Eine kurze Umfrage unter Freunden und Bekannten brachte auch keinen Erfolg.
Hans-Gerd Gerhards hatte versucht, uns im Supportforum von WorldPress zu helfen. Die Firma Haurand Webdesign betreibt er zusammen mit einer Kollegin und wir schrieben ihn an. Es kam sofort eine konstruktive Reaktion!
Nach Klärung einiger Details machten wir uns auf den Weg zu unserem nächsten Hotel.
Es war zum Teil wirklich nicht schön, was wir an den Strassen und auf den Feldern für Müll liegen sahen. Kunststoff soweit das Auge reicht! Zwar hat die Marokkanische Regierung ein Verbot für Plastiktüten erlassen, die illegalen Produzenten interessiert das aber nicht. Natürlich geht das nur, wenn andere wegsehen….. Dazu kamen überall am Strassenrand kleine Häufchen von Müll, die einfach angezündet werden. Der Gestank ist furchtbar und es brennt in den Augen.


Je weiter südlich wir kamen, um so besser wurde es. Mittlerweile hatten wir 34°C. Wir fuhren weg von der Küste im Inland Richtung Süden. Das Hotel Dar Eddaya liegt an einem ziemlich leeren Stausee und wir hatten es schon von zuhause aus gebucht. Nach 280 Km und 5 h Fahrzeit trafen wir dort ein. Das Hotel ist ziemlich runtergekommen und die Bilder im Netz zeugen von deutlich besseren Tagen. Wir bekamen ein großes, sauberes Zimmer und gutes Abendessen.

Das ist unsere Tour:
https://www.relive.com/de/view/v1OwkNPRmXO

Das Frühstück gefiel uns gar nicht. Also brachen wir schnell auf zum nächsten Hotel. Auch das liegt an einem Stausee. Zum Glück war es nicht mehr so warm! Der Weg nach Beli Melal war Kurvenspaß pur! Viele gut fahrbare Kurven mit tollen Aussichten! Langgezogene Täler mit tiefen Canyons, zerklüftete Berge und wieder Sand in verschiedensten Farben lieferten immer wieder Motive zum Anhalten.

Nur der Kopf war anderweitig beschäftigt. Im Dar Eddaya hatte es Probleme mit der Kreditkarte gegeben. Der Umsatz war reserviert, konnte aber laut Hotel nicht gebucht werden. Nun wollte das Hotel eine Überweisung der Restaurantrechnung. Es waren “ nur“ 70 Euro. Aber in Marokko gibt es so etwas wie IBAN und BIC nicht! Wie erkläre ich einer deutschen Bank, wohin sie überweisen soll!?! Wir wollten natürlich auch nicht wegen Zechprellerei am Hafen verhaftet werden, wenn unsere Fähre zurück nach Spanien geht. Man ist etwas abgelenkt….

Tigmi Dar Samy in Ouidane hatten wir auch von Deutschland aus gebucht. Es ist ein Hotel, was von sehr vielen Motorradfahrern angesteuert wird. Wir waren auch an dem Tag nicht die ersten. 😉


Yasim empfing uns sehr freundlich. Er erklärte uns alles und zeigte uns unser Zimmer. Unser Balkon hatte Blick auf den Stausee. Auch hier gibt es eine Dachterasse, die sehr gemütlich ist. Hier gab´s das erste Kaltgetränk nach der verdienten Dusche!

Wir haben sehr lecker und landestypisch gegessen und sind müde ins Bett gefallen. Uns hat es dort seh gefallen. Wir würden wieder dort Halt machen.
Das ist unsere Tour:
https://www.relive.com/de/view/vMq5R7Y7K8v

Heute hatten wir nun die letzte vorausgeplante Etappe nach Marrakech. Mit 14°C auf über 1500 m war es schon etwas frischer, als in den letzten Tagen. Aber schon die Aussicht auf die Berge beim Frühstück machte Lust auf mehr. Dann fällt die Temperatur nicht so auf!

Aus dem Gebirge hinunter gab es noch viele schöne Kurven. Je näher wir Richtung Marrakech kamen, um so größer und gerader wurde die Strasse. Am Ende steckten wir mitten im Gewirr von Marrakech und hatten das Gefühl, wir kommen nicht mehr heil da raus! Von allen Seiten kamen Autos, Mofas, Fahrräder, Eselskarren und Fußgänger.

Nach insgesamt knapp 4 Stunden hatten wir es geschafft und standen auf dem Parkplatz unseres Hotels & Spa Rawabi. Noureddine, unser Rezeptionist war sehr freundlich. Wir fassten uns ein Herz und baten ihn um Rat, wie wir die Rechnung im Hotel Eddaya bezahlen könnten. Denn das war immer noch nicht gelöst. Er erklärte sich sofort bereit, das Geld zu überweisen! Gesagt, getan. Wir freuen uns, dass die Angelegenheit endlich geklärt ist!
Am Morgen hatte sich auch Hans-Gerd von Haurand Webdesign gemeldet und uns mitgeteilt, dass unsere Seite wieder läuft! Wir freuen uns! Danke sehr für die schnelle Hilfe! 🙏
Nun freuen wir uns auf die Stadt. Wir haben für die nächsten zwei Tage eine deutschsprachige Stadtführung für uns beide durch Marrakech gebucht.

Das ist unsere Tour:
https://www.relive.com/de/view/vQvxkBowJ9q

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