Es tat uns nicht sehr leid, unser Hotel Rawabi Resort & Spa verlassen zu müssen. Das Zimmer war ok, das Frühstück war auch in Ordnung. Aber das Essen abends hat uns nicht gefallen. Wir haben gestern Abend für 3 kleine Frikadellen mit etwas Reis und Bohnen 200 Dh bezahlt.
Gestern schon hatten wir uns für heute gerüstet. Die Heizweste liegt griffbereit, genau wie die Übergangshandschuhe, weil wir nicht genau wussten, welches Wetter wir im Gebirge bekommen.
Am Morgen ging es los. Einer DER Pässe in Marokko war heute geplant. Der Tizi n´Test ist schon eine kleine Herausforderung. Aber SO hatten wir das nicht gedacht.
Ca. 1/2 h nach Start im Hotel fing der hohe Atlas an. Vorher haben wir schnell nochmal vollgetankt. Man weiss ja nie…
Wir wunderten uns, überall standen in den Dörfern viele Wohncontainer und wir sahen viele zerstörte Häuser. Vielleicht hängt es auch mit dem Erdbeben von 2023 zusammen. Wir wissen es nicht.
Aber hier hatten wir auch wieder sehr viel Müll, der brennend am Strassenrand lag.
Kurze Zeit später hielten wir das 1. Mal in Ouigane an einem Stausee. Der wurde durch ein dünnes Rinnsal gespeist und führt auch zu wenig Wasser. Der Fluss begleitete uns noch eine zeitlang, als wir immer weiter hinauf fuhren.
Die Strasse wird saniert. Baustellen sorgten immer wieder für Stops und natürlich für unser Off- Road- Vergnügen. Wir bekamen immer wieder Strecken mit Schotter, Granulat, Sand oder nackten Felsen.
Manches Mal dachten wir, wir passen nicht am Gegenverkehr vorbei.
Dann kam es tatsächlich so. In einer Baustelle belud ein Bagger einen LKW. Als er fertig war und wir passieren konnten, kam von vorne ein noch größerer LKW, der mit einem riesigen Bagger beladen war.
Da über die Hälfte der Strasse verschüttet ist und auf der anderen Seite ein tiefer Abgrund war, wussten wir nicht mehr wohin. Beide drehten wir um. Aber da stand der nächste LKW und wurde beladen. Es gab keinen Ausweg für uns! Die Mitarbeiter der Baustelle sagten uns, wir sollen wieder umdrehen. Dem LKW- Fahrer erklärten Sie, er müsse weiter an den Rand fahren. Sie räumten sogar einige Felsen weg, um Platz für uns zu schaffen. Und tatsächlich klappte es! Unglaublich!





Immer wieder fehlte die befestigte Strasse. Tiefe Abgründe rechts von uns, die keine Sicherung hatten, machten manchmal Gänsehaut.
Entschädigt wurden wir von der Aussicht, als wir den Gipfel bei über 2100 Metern erreichten! 🥰
Es gab sogar Passagen, wo wir auf dem nackten Fels unterwegs waren. Der TKC70 Rocks hat wirklich gute Dienste geleistet! Selbst auf dem Splitt hielten die BWMs ihre Spur. Und so ganz langsam waren wir nicht unterwegs.
Wir haben heute für 220 Km 5 Stunden gebraucht! Die letzte Stunde kletterte das Thermometer auf 34°C. Das war schon heftig!
Unser gebuchtes Riad für die Nacht fanden wir auf Anhieb. Unsere BMW durften wir gleich in den Hof schieben, damit die Nachbarskinder nicht auf dumme Gedanken kommen. 😉
Unser Hotel Riad Anma ist toll! Die belgischen Betreiber haben nur für uns heute Abend sehr lecker gekocht. Unser Tisch zum Abendessen steht am beleuchteten Pool und im Hintergrund läuft leise Musik. Es ist wirklich wie 1000 und 1 Nacht.



Das ist unsere Tour:
https://www.relive.com/de/view/vrqDXdQ9yLq