Die Marokkaner sind in absoluter Feierlaune. Die UN hat die Resolution verabschiedet, die das Tauziehen um Westsahara beenden soll. Es soll autonom unter Marokkanischer Souveränität stehen. Damit endet die Hoheit Algeriens über Westsahara. Ein 50 Jahre andauernder Streit und das Territorium wird somit wahrscheinlich bald beendet sein. Die Marokkaner sehen somit die Politik ihres König und der Regierung bestätigt. Man sieht es in allen Orten. Überall hängen Flaggen. In den Strassen, an Autos, Häusern, auf Plätzen wird groß gefeiert.
Unser Hotel Kasba TanTan war ganz ok. Unser sehr kleines Zimmer war aber etwas schmuddelig und das Bad hatte Schimmel. Das ist nichts Weltbewegendes, aber nächstes Mal würden wir uns wahrscheinlich für ein anderes Hotel entscheiden. Das Frühstück war auch ok.
Als wir aufwachten, war draussen alles diesig. Selbst das Meer konnten wir nicht sehen. Vor unserem Hotel sammelten sich die Möwen und machten ein Riesenspektakel. Trotzdem war es warm genug, um draussen zu frühstücken.
Als wir mit unserem Gepäck an der Rezeption standen, um unsere Rechnung zu bezahlen, rollten die Angestellten gerade die Abdeckungen der Motorräder zusammen. Perfektes Timing!
Es war immer noch etwas dunstig, als wir losfuhren. Das war aber nicht so schlimm, denn das erste Stück unserer Strecke war noch eintönig. Hinweisschilder warnen vor Kamelen, Ziegen und Schafen. Die Kamele haben uns dann auch prompt begrüßt. 😂😂


Es war eine unserer längsten Strecken, um von einem Hotel zum anderen zu gelangen. Knapp 440 Km ist die Strecke von El Ouatia nach Tata. Die Landschaft ist geprägt von Dürre und Sonne. Steppe, Savanne und Wüste. Alles geht ineinander über. Es wachsen hier nur niedrige Büsche und Akazien. Ab und zu kamen wir tatsächlich durch kleine Oasen. Es ist sehr angenehm, wenn plötzlich alles grün ist und man etwas Schatten bekommt.

Nach knapp 5 1/2 Stunden Fahrzeit bei 34°C waren wir froh, unser Riad zu erreichen. Unser Zimmer mit Halbpension haben wir im Hotel Le Relais de Sables in Tata gebucht. Wir haben uns sofort wohlgefühlt!
Die Motorräder stehen auf dem abgeschlossenen Grundstück. Unser Zimmer war frisch renoviert mit einem großen Badezimmer. Alles war sehr sauber. Für dies Hotel gibt es eine klare Empfehlung von uns!
Die Zeit bis zum Abendessen vertrieben wir uns mit zwei englischen Motorradfahrern, die Offroad unterwegs sind und ein paar Bier.

Das ist unsere Tour:
https://www.relive.com/de/view/vQvykdEW8K6

Wir haben herrlich geschlafen und nach dem guten Frühstück ging es weiter. M’Hamid war unser Ziel.
Uns erwartete die gleiche Landschaft, wie am Tag zuvor. Sand, Steine, Felsen, Akazien und einige Tiere. Wobei die Felsformationen zum Teil wirklich irre sind. Eine Seite ist flach abgeschrägt und die andere Seite fällt felsig, rauh und schroff ab.

Auch heute war es wieder warm. Aber mit genügend Fahrtwind geht es! 😂
In Tissint stießen wir auf einen Fluß, der in einem tiefen Canyon verläuft. Er ist von der Straße kaum zu sehen. Geht man näher heran, blickt man in den grünen Canyon, in dem auch Menschen wohnen.

Unser Weg verlieft eine ganze Zeit parallel zum Fluß. Irgendwann überquerten wir ihn und fuhren in eine andere Richtung. Aber auch hier gab es die ein oder andere Oase. Wir kamen auch am Forum Zguid vorbei, wo wir im April durch den Sandsturm gefahren sind.
In Zagora wurden wir auf dem Weg in die Stadt auf einen Mofafahrer aufmerksam. Er trug ein Shirt mit dem Rückenaufdruck “ Team Germany“. Wir überholten ihn, grüßten freundlich. Er war völlig aus dem Häuschen, als er unsere Nummernschilder sah. Er gab Gas, um uns wieder zu überholen. Als er neben Gerald fuhr, quatschte er Gerald an und lud uns zum Tee ein. Also folgten wir ihm und landeten in einer Werkstatt, die übersäht war mit Aufklebern aus aller Welt. Natürlich bekam er von unserem Blog auch welche.
Der Nachbar brachte leckeren Tee. Der Nachbar hatte dann zufällig auch noch Aufkleber von Zagora für unsere Koffer in seinem Shop. Er wollte uns gerne noch mehr verkaufen., aber gegen das Argument „Wir haben keinen Platz“ konnte er nichts erwidern…. 🤷‍♀️


Nach 4,5 Stunden Fahrzeit erreichten wir unser nächstes Hotel. Das Kasbah Riad Amnir in M’Hamid. M’Hamid liegt an der Erg Chegaga. Das ca 150 Quadratkilometer große Gebiet liegt an der befestigten Grenze zu Algerien und hat bis zu 100m hohe Sanddünen.
Die guten Rezessionen und die Bilder bei Booking hatten uns gelockt. Wir wurden etwas muffig empfangen. Die beiden BMW müssen draussen bleiben. Ein Hauptgrund für uns HIER zu buchen waren die Rezessionen, die sagten, Motorräder hätten IM Riad stehen dürfen.
Das Ambiente im Haus ist sehr schön. Es gefiel uns sofort.
Unser Zimmer hatte ein Handtuch und kein Toilettenpapier. Handtücher bekamen wir sofort.
Es gibt kaum Ablageflächen im Zimmer, keinen Kleiderschrank. Unsere Sachen stehen/ liegen auf dem Boden. Das fehlende Toi- Papier stellte man uns in der Lobby auf den Tisch, als wir dort etwas tranken.
Das Abendessen war ok.
Später kam der Angestellte noch mal an unseren Tisch, um etwas zu plaudern.

Dies ist unsere Tour:
https://www.relive.com/de/view/vevWz2ggyGq

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