Da wir in den letzten Tagen ein paar technische Probleme hatten, gibt es heute eine Zusammenfassung mehrerer Tage. 😉 Doch dazu später mehr….
Montag früh um 8:00 Uhr ging es endlich los! Voll bepackt machten wir uns auf den Weg. Daran gedacht hatten wir schon länger…..dann wurde geplant und Hotels wurden gebucht.
Nun war es soweit! Aragon erwartete uns!
Für das erste Stück bis hinter Gandia nahmen wir die Autobahn. Danach fingen die endlosen Kurven an.
Unser Ziel liegt im Norden. So hielten wir uns Richtung Norden / teilweise Westen. Über Alzira und Chiva ging es immer weiter hinauf in die Berge. Der Wechsel der Natur war unglaublich! Hinter Chiva an der CV 208 sahen wir bereits aus großer Höhe den Stausee Arenoso. Das Wasser leuchtet intensiv türkis. Natürlich ist er auch sehr leer, aber das, was an Wasser noch da ist, leuchtet aus der Ferne. Dazu thront oberhalb des Stausees eine alte, große Festung, die man schon von Weitem gut sehen kann.
Mittlerweile zeigte das Thermometer 27°C im Schatten. das ist für über 1000m Höhe schon ziemlich warm! 😅




Weiter fuhren wir Kurve um Kurve auf zum Teil nur noch sehr sehr bruchstückhaft vorhandenen, kleinen Strassen. Stundenlang hielten wir uns auf Höhen von über 1000 Metern. Begleitet wurden wir oft von den Schneestangen, die im Schnee die Strasse markieren sollen.
So viele Eindrücke sammelten wir über den Tag. Es ist nicht zu beschreiben., wie viele verschiedene Felsfarben und Felsformationen wir gesehen haben…. wieviele verschiedene Landschaftsformen uns geboten wurden. Wir sind von Pinienwäldern in karge, kahle Höhen gefahren und haben auch ein Gebiet durchquert, in dem statt Zäunen Mauern aus herumliegenden abgeflachten Steinen gebaut worden sind. Tiefe Schluchten, deren Flüsse sogar Wasser führen und Tunnel, durch die wir fuhren…. Es wird einem schon etwas anders, wenn es an der Seite mehrere hundert Meter in die Tiefe geht!
Einen unserer „Tageshöhepunkte“ erreichten wir nahe einem Aussichtspunkt, der in 1644 Metern Höhe liegt.





Weiter auf unserem Weg in Mosqueruela füllten wir nochmal den Tank. In dieser Gegend sind Tankstellen rar gesäht. Man sollte den Tank voll machen, wenn man eine Tankstelle findet! 😉
Von hier war es nicht mehr weit zum Beginn der Silent Route. Hinter Cantavieja sahen wir das Schild!. Zum obligatorischen Foto am Eingangsschild MUSSTEN wir einfach anhalten. 😂

Die Silent Route ist eine der schönsten Motorradstrecken Spaniens.
Die Natur ist einfach unbeschreiblich. Die Felsen stehen schroff in der Gegend, die Abgründe sind bodenlos! Manche Felsen sehen aus, als lägen ein riesige Drachen herum. Und das alles schauten wir uns an, während wir uns Kurve um Kurve an der steil aufragenden Felswand entlang schlängelten.
Der absolute Höhe- Punkt lag kurz hinter dem Beginn der Silent Route und betrug 1651 Meter.
So erreichten wir kurze Zeit später unser Hotel. Riesige Gänsegeier kreisten über uns, als wir in die Einfahrt einbogen.
Wir hatten uns für zwei Nächte im Hotel Hostel la Trucha eingemietet. Wir wurden sehr freundlich von Anna empfangen. Sofort fühlten wir uns sofort wohl. Das Ambiente ist sehr warm. Das Haus ist eine alte Papierfabrik, die 1789 direkt am Rio Pitarque erbaut wurde. Seit 1974 wird es als Hostel/ Hotel genutzt. Alt und neu sind toll kombiniert worden. Die Lobby besticht durch die alte Balkendecke und zwei riesige, offene Kamine. Die Zimmer sind gemütlich, das Essen ist gut und die Motorräder stehen trocken. Carlos und Anna, Mitarbeiter des Hotel sind sehr herzlich, freundlich und aufmerksam. Carlos ist zudem auch Motorradfahrer.
Leider mussten wir nach der Ankunft im Hotel feststellen, dass das WLAN sehr schlecht ist. Der Upload für den Blog funktioniert nicht. Auch unser mobiler Router kommt hier nicht helfen. Wir lagen einfach zu tief im Tal und hatten kaum Empfang. Also gab es keinen tagesaktuellen Blog.



Dies ist unsere Tour:
https://www.relive.cc/web/view/vE6JYLkDXgO
Am nächsten Morgen hatte es 3°C, als wir die Garage verliessen. Das war schon etwas frisch! 😨 Bereits nach wenigen Kilometern hielten wir in Pitarque wieder an. Es gab einen tollen Spot und wir mussten ein paar Fotos machen! Der Wind war eisig, was uns aber nicht hinderte. Wir waren in einer Schlucht und hatten mehrere Tunnel passieret, die in den Berg gesprengt worden waren. Neben der Strasse läuft ein Fluss.



Unser nächster Hingucker liess nicht lange auf sich warten! Hinter der Schlucht öffnete sich die Landschaft und die Strasse führte immer weiter den Berg hinauf. Grandiose Aussicht! 👀
Weiter auf dem Weg plötzlich sahen wir die Ruine eines der ehemals größten Kraftwerke Spaniens. Es liegt sehr idyllisch an dem Stausee von Aliaga.



Wir waren auf ganz kleinen, sehr kurvigen Strassen unterwegs. Kam jemand begegnete uns. So erreichten wir auch den Pass, der ebenfalls zu Aliaga gehört, den Puerto de Majalinos. Er ist auf einer Höhe von 1450m.
Hier ist der 1. Zusammenschnitt der Tour:
Wir durchquerten Gargallo und in Höhe Molinos entdeckten wir einen Wegweiser, der auf Kristallgrotten hinwies. Wir beschlossen, einen kleinen Abstecher zu machen, um die Grotten anzusehen. Leider hatten wir Pech, denn sind sie Dienstags und Mittwochs geschlossen….
Ein gutes Stück hinter Dos Torres de Mercader landeten wir in einem riesigen Bergbaugebiet. Auch hier gibt es einen Stausee, den Embalse de Santolea, der unglaubliche Ausmaße hat. Er stammt aus den 30er Jahren und die Seefläche beträgt 385 Hektar. Er speichert 54 Hektokubikmeter und seine Höhe reicht von Normalnull bis 583 über Meeresspiegel! Die Felswände drumherum sind noch viel höher! Unglaubliche Dimensionen!



Über Bordon kam en wir nach Mirambel. Viele Orte hier sehen aus, als wären sie aus der Zeit gefallen. Besonders ist uns dies in Mirambel aufgefallen. Es ist ein sehr gut erhaltenes, b.z.w. restauriertes mittelalterliches Dorf. Die Burganlage wurde von Johanniter betrieben.
Ein Ort weiter, in Cantavieja konnten wir noch ein paar Aufkleber der Silent Route kaufen, die fehlten uns noch. In unserem Hotel gab es leider keine.
Entlang der Route hat man verschiedene Fotospots installiert. Es gibt den Bus, ein großes Logo der Silent Route und einen riesigen Handschuh, der den Gruß zeigt. Vorletzter Stop unserer Tour war der „Bus“ der an der Silent Route steht.


Der letzte Stop lag kurz vor unserem Hotel. Von dem Aussichtspunkt kann man unser Hotel sehen. Man sieht aber auch die zerklüfteten Felsformatioen.


Diese Landschaft in Aragon ist einfach nicht zu beschreiben. Wir haben soooo viele verschiedene Felsformationen von rund bis sehr schroff in verschiedensten Farben gesehen! Es ist sehr grün, man findet viel Wasser. Die Höhen sind karg, bieten aber vielen Tieren Lebensraum. Wir haben auf unserer Tour sogar einen ziemlich großen Steinbock in freier Wildbahn gesehen. Sehr imposant!
Den Namen Aragon verbinden wir immer mit dem Film “ Herr der Ringe“. Aber diese Spanne vom Auenland bis hin zur tiefen, dunklen Schlucht findet man hier wirklich. Wir konnten uns einfach nicht sattsehen. Dazu kommen die kurvigen, kleinen Straßen, auf denen wir fast immer allein unterwegs waren. Ein echter Tip zum Motorradfahren. Es lohnt sich! 👍
Dies ist unsere Tour:
https://www.relive.cc/web/view/vZqN1wey8G6
Mittwoch Morgen war es etwas wärmer, als wir losfuhren. Am Abend zuvor hatten wir uns noch von Carlos verabschiedet und haben uns bedankt. Ein sehr netter Kontakt!
Natürlich konnten wir die Silent Route nicht verlassen, ohne am großen Logo mit dem Steinbock gewesen zu sein und Fotos zu machen! Wir fanden ihn einige Kilometer hinter unserem Hotel.




Noch einige Zeit waren wir zwischen Felsen und wilden Landschaften unterwegs. Irgendwann hinter Andorra ( Provinzhauptstadt) weite sich die Landschaft und Landwirtschaft prägte wieder die Gegend. Es wurde etwas flacher, es gab mehr Wald.
In Mequinenza legten wir noch eine Pause unterhalb einer großen Festung ein. Direkt am Fluss in der Sonne kann man es aushalten…. 😎



Nach 360 Km und 5,5h Fahrzeit erreichten wir unser Hotel Exe Boston in Saragossa. Hier bleiben wir nun ein paar Nächte und sehen uns die Gegend an. 😉
Nach Ankunft im Hotel mussten wir uns noch etwas sputen. Am Dienstag hatten wir festgestellt, dass eines der Handys sich nicht mehr aufladen lies. Es erkannte den Akku nicht mehr und zeigte trotz stundenlangem Ladens nur 1% Ladung an, ging dann immer wieder aus. Fotos machen o.Ä. war somit nicht möglich. Es ist schon kurios, wie man so ein Teil vermisst, wenn es kaputt ist… Mal eben bei Google nach dem Weg schauen, ist nicht! 😂 Also liefen wir in die Stadt, um es reparieren zu lassen. Wie sich herausstellte, wäre die Reparatur teurer, als ein neues Phone. Somit musste eben ein neues her.
Dies ist unsere Tour:
https://www.relive.cc/web/view/v4OGxVj4Pm6